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Feuerwehr befreit Terrier Skipper: Jetzt soll Frauchen 13.000 Euro zahlen

Heute ist Parson-Russell-Terrier Skipper wieder hundsfidel, lässt sich seine Leckerlis schon wieder schmecken. Den Dachsbau wird er wohl meiden.

Heute ist Parson-Russell-Terrier Skipper wieder hundsfidel, lässt sich seine Leckerlis schon wieder schmecken. Den Dachsbau wird er wohl meiden.

Foto:

Bernd Friedel

Der Berliner Terrier Skipper macht auf Fotos einen harmlosen Eindruck: weißes Fell mit hellbraunen Stellen, schwarze Schnauze, offener Blick. Ein netter Hund eben - aber für seine Besitzerin könnte er teurer werden als ein neuer Kleinwagen.

Vor zwei Jahren endete ein Ausflug von Skipper in einem Dachsbau. Die aufwendige Rettung des Hundes könnte seine Besitzerin nun rund 13.000 Euro kosten. So viel sollte die Frau jedenfalls an die Feuerwehr bezahlen. Das erschien ihr aber zu viel. Die Hundefreundin klagte gegen den Gebührenbescheid. An diesem Mittwoch verhandelt das Verwaltungsgericht über den Fall.

Der Terrier wurde am Abend des 9. November 2012 im Tegeler Forst ausgeführt. Dort verschwand Skipper in einem Dachsbau. Die beiden Spaziergänger riefen nach dem Tier, doch der Hund blieb unter der Erde, samt seiner Leine - das war auch das Problem, wie sich später herausstellte. Die Leine hatte sich verfangen. Der Hund kam nicht mehr aus der Höhle.

In ihrer Verzweiflung riefen die beiden Hundefreunde die Feuerwehr. Zunächst kam nur eine Staffel, später dann aber Verstärkung, auch die Freiwillige Feuerwehr wurde laut damaligen Zeitungsberichten alarmiert. Die Männer graben schließlich mit Schaufeln. Allerdings ist der Dachsbau groß und an der Oberfläche weiß niemand, wo der Hund genau feststeckt. Der Abend vergeht, die Feuerwehrmänner lösen sich ab. Bis zu 40 Männer beteiligen sich. Teilweise ist die entstehende Grube im Wald drei Meter tief. Es wird tiefe Nacht.

Erst nach acht Stunden Arbeit im Licht der Feuerwehrscheinwerfer, gegen 1.30 Uhr, wird der unverletzte Hund gerettet. Die Freude ist groß. Aber schon während des Einsatzes hatte die Feuerwehr die Spaziergänger und der Hundehalterin, die anfangs gar nicht dabei war, auf die hohen Kosten hingewiesen.

Nach dem Feuerwehrgesetz und der geltenden Feuerwehrbenutzungsgebührenordnung kam eine Rechnung von mehr als 13.000 Euro für die Halterin des Hundes zusammen. So kosten derzeit etwa technische Einsatzkräfte 71 Cent pro Minute, 42 Euro in der Stunde. Für Lastwagen mit Ladekran werden 1,40 Euro pro Minute berechnet. Ein Gerätewagen kostet 4,80 Euro in der Minute. Selbst der Feuerwehr war die so zustande gekommene Rechnung wohl nicht ganz geheuer war. Sie ließ die Zahlen von der Innenverwaltung prüfen - und schickte die Forderung nach der Bestätigung ab.

Die dagegen klagende Hundebesitzerin argumentierte nun, zum einen haben sie selbst ja den Hund damals gar nicht ausgeführt, sondern ein Freund. Zudem sei die Höhe der Gebühr unverhältnismäßig.


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