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Familie spart 2961 Euro: Der dickste Geldfresser war die Stromrechnung

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Experte Ron Perduss (39) mit Bernd (71) und Ann-Christin (69). Der symbolische 1000-Euro-Schein langt nicht – die Zehlendorfer sparen sogar fast 3000 Euro im Jahr. 

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Berlin -

Die Finanz-Checker sind in Berlin unterwegs. Das Team von radioBerlin 88,8 und dem KURIER zeigen Berliner Haushalten ihr Spar-Potenzial auf (KURIER berichtete). Diesmal standen unsere Experten zwei Familien aus Zehlendorf und Staaken mit Rat zur Seite. Der Besuch hat sich mehr als gelohnt – die versprochenen 1000 Euro Ersparnis wurden weit übertroffen!

Ann-Christin (69) und Bernd (71) haben unsere Experten zu sich nach Zehlendorf eingeladen. In ihrer Küche erzählt uns Bernd, warum sie beim Finanz-Check mitmachen: „Die Finanzen interessieren einen natürlich.“ Der 71-Jährige weiß, „dass Spar-Potenzial da ist“, gibt aber auch zu, dass er „den Aufwand scheut, sich damit zu beschäftigen.“

Deswegen haben die beiden unsere Experten gerufen. Bei der Aktion „Mehr Geld für alle“ prüfen die Finanz-Checker von radioBerlin 88,8 und KURIER die Haushaltspläne der Berliner Familien. Sie schauen genau hin, an welchen Stellen zu viel gezahlt wird, welche Versicherung wirklich am besten zum Haushalt passt und ob dabei manche Klauseln überhaupt nötig sind.

Beim Ehepaar in Zehlendorf liegen sechs dicke Aktenordner auf dem Tisch, gemeinsam wird der Blätterwald an Rechnungen überprüft. Verbraucher-Experte Ron Perduss (38) stolpert gleich über den größten Kosten-Brocken: der Stromverbrauch. Fast 5300 kwh verbrauchen die Familie. Bernd weiß warum: „Seit unser Sohn zusammen mit seiner Freundin wieder bei uns eingezogen ist, ist der Verbrauch gestiegen.“ Und dadurch auch die Kosten. Durch einen Anbieter-Wechsel zu Grünwelt Energie kann die Familie unglaubliche 1348 Euro im Jahr sparen.

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Finanz-Checker Ron Perduss (39) und Christian (39). Der Familienvater aus Staaken freut sich über 1268 Euro, die im Haushalt gespart werden können.

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Beim Durchforsten der gut sortierten Aktenordner werden die Finanz-Checker weiter fündig. Eine typische Kostenfalle sind Telekommunikationsverträge, besonders wenn diese einige Jahre alt sind. Mit einem Tarifwechsel innerhalb des Anbieters Kabel Deutschland kann die Familie bei Festnetz, Internet und Fernsehen 580 Euro sparen. Auch der prüfende Blick auf die Handy-Verträge des Ehepaars ergibt ein Ersparnis von 458 Euro.

Finanz-Experte Hermann-Josef Tenhagen (52) wird weiter fündig. Die Zehlendorfer können mit einem Wechsel zur Onlinebank moneYou und einer Umschichtung des Sparguthabens weiteres Geld verdienen. Möglich machen es höhere Zinsen auf Tagesgeld- und Festgeldkonto: 226 Euro sind drin. Weitere 48 Euro an Kontogebühren fallen ebenso weg.

Auch bei der Hausratversicherung können die Zehlendorfer sparen. 136 Euro werden bei einem Wechsel zur GVO eingespart. Eine Änderung der Haftpflichtversicherung zu Interrisk sowie ein Tausch der Krankenversicherung zur hkk Versicherung werden insgesamt mit 165 Euro belohnt.

Ann-Christin gibt zu, dass sie vor Spannung „letzte Nacht wenig geschlafen hat.“ Und die Nervosität war berechtigt: Die Familie spart 2016 insgesamt 2961 Euro! 

Finanz-Oberhaupt Bernd ist begeistert: „Das hört sich fantastisch an“. Der 71-Jährige denkt bereits weiter: „Vielleicht gönnen wir uns dieses Jahr einen schönen Urlaub.“

Auch Melanie (39) und Christian (39) aus Staaken baten unsere Finanz-Checker um Hilfe. Zusammen mit ihren vier Kindern wollen sie ihre laufenden Kosten reduzieren.

Dabei konnten die geschulten Augen der Verbraucher-Experten von radioBerlin 88,8 und KURIER jede Menge Spar-Potenzial entdecken. Größter Kosten-Fresser waren wieder die Stromkosten. Der Wechsel von ihren derzeitigen Stromanbieter zu Elogico wird mit satten 440 Euro im Jahr versüßt.

Auch die Umschichtung von Sparanlagen bei der Bank bringt weitere 400 Euro ein. Durch Veränderungen bei Haftpflicht-, Hausrat- und Krankenversicherung beträgt das Ersparnis der Staakener Großfamilie für 2016 insgesamt 1268 Euro.

Speziell beim Thema Haftpflicht waren die Berliner mit einer Deckungssumme von lediglich drei Millionen Euro „unterversichert“, wie Perduss erklärt. Bei der Haftpflichtkasse Darmstadt ist die Familie nun mit bis zu 50 Millionen Euro im Schadensfall versichert und spart sogar 25 Euro im Jahr ein.

Familienvater Christian ist begeistert. Der 39-Jährige hatte „mit ein paar Hundert Euro gerechnet“. „Jetzt“, sagt er schmunzelnd, „ist mehr Taschengeld drin.“