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Cesar Milan vor Berlin-Auftritt: Ist der „Hundeflüsterer“ ein Hundeschinder?

Die TV-Sendung „Der Hundeflüsterer“ machte den Amerikaner Cesar Millan (45) auch in Deutschland berühmt.

Die TV-Sendung „Der Hundeflüsterer“ machte den Amerikaner Cesar Millan (45) auch in Deutschland berühmt.

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dpa

Berlin -

Vertrauen, Liebe und Respekt sind seine Philosophie. Schläge, Tritte und Stromstöße die bittere Realität. Cesar Millan (45) ist nicht nur der berühmteste Hundetrainer der Welt, sondern auch einer der umstrittensten. Auf seiner Deutschland-Tour wird der Amerikaner jetzt per Tierschutzgesetz an die Leine genommen: Keine Shows ohne Anstandswauwau – so auch morgen in der Max-Schmeling-Halle.

Seine Bücher sind Bestseller, Hollywood liegt ihm zu Füßen: Die Vierbeiner von Stars wie Jennifer Aniston oder Charlize Theron tanzen nach der Pfeife von Cesar Millan. In den USA wurde der Hundetrainer längst selbst zum Star. Auch bei uns läuft seine eigene Sendung „The Dog Whisperer“ (Der Hundeflüsterer) auf Sixx.

Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Deutschland-Tour? Nein, denn das Gebell um die Super-Nanny für Familien mit Problem-Hunden ist groß! Schon der Auftakt seiner Tournee begann am Mittwoch in Hannover mit Ärger. Auslöser war das deutsche Tierschutzgesetz.

Wer auf der Bühne mit Zuschauer-Hunden arbeitet, braucht eine Erlaubnis. Die dafür erforderliche Prüfung für Hundetrainer hat Millan am 10. September nicht bestanden. Seine Ausrede: Verständigungsschwierigkeiten – trotz Dolmetschers. Amtlich ist: Cesar Millan verfügt nicht über die Sachkenntnis zur Durchführung von Hundetrainings nach §11 des deutschen Tierschutzgesetzes.

Deshalb verpasste ihm die Stadt Hannover einen juristischen Maulkorb. Der Show-Teil mit Zuschauer-Hunden dürfe nur von jemandem mit Trainerschein durchgeführt werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie es dazu kam.

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