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Berlin wächst: Aber wohin?

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Die Hauptstadt ist auf dem Weg zu einer 4-Millionen-Metropole. Das verlangt nach einer Vision, nach Planungen, die das Leben in der Stadt so lebenswert erhält wie es jetzt noch ist. Wie soll gebaut, wie der Verkehr geleitet werden? Der KURIER wagt einen Blick nach vorn

Foto:

Thomas Nurna, Vasilios Tsitiridis/Beuth Hochschule für Technik Berlin

Berlin -

Die Zeit, als jeder Berliner ....

... den anderen noch mit Handschlag begrüßen konnte, ist lang vorbei. Das war zu der Zeit, als die Stadt 2000 Bewohner zählte. Heute ist Berlin auf dem Weg zur Vier-Millionen-Metropole. Keine Stadt der Welt ist derzeit so beliebt wie unsere.

Berlin ist hip. Berlin ist innovativ. Berlin ist rund um die Uhr geöffnet. Es wird getanzt, gelacht, geflirtet, gearbeitet - und gewohnt. Und das ist ein Problem. Zu wenig Wohnraum für die jetzigen Bewohner und für die halbe Million Zuwanderer, die in den nächsten zehn Jahren erwartet werden. Dass sich 150 Leute bei einem Wohnungs-Besichtigungsterminen drängeln müssen und das bei steigenden Mieten von 23 Prozent, soll laut Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel bald Vergangenheit sein. Eine zentrale Anlaufstelle soll Ordnung in das Chaos bringen. „Wohnungsneubau und eine sozial gerechte Mietenpolitik werden meine Schwerpunkte bleiben. Bis 2020 werden wir jährlich 15.000 bis 20.000 neue Wohnungen bauen“, verspricht Senator Geisel.

  1. Die Zeit, als jeder Berliner ....
  2. Berlin ist eine Stadt der Mieter mit wenig Eigentum.  Bis 2030 werden zu den knapp zwei Millionen Bestandswohnungen noch einmal 137.000 neue entstehen. „Mit der Quote von mindestens 25 Prozent Sozialbindung werden wir einen angemessenen Teil preiswerter Wohnungen schaffen.“
  3. Gude: „Was nützt eine tolle Hausfassade, wenn es drinnen rumpelt. Man könnte die zukünftigen Mieter zu einem Gespräch bei Kaffee und Kuchen einladen, damit sie sich nicht erst am Tag des Einzugs kennenlernen. Aus Erfahrung wissen wir, dass es ungefähr acht Jahre dauert, bis sich ein gemütlicher Kiez entwickelt.“
  4. Im Garten trifft man sich zum Grillen, Kinderbetreuung gegen Hilfe im Haushalt. Und wenn es technische Probleme gibt, sind Mirko, Stefan und Robert zur Stelle. Der Vorteil einer Baugemeinschaft: Weniger Kosten und individuelle Wünsche werden berücksichtigt.
  5. Ein zweiter gigantischer Plan sieht acht 150 Meter hohe Häuser am Alex vor. 39 Stockwerke hoch, Platz für 3000 Menschen pro Haus. Ein Dorf in die Höhe gebaut.. Helmut Kästner, Stadtplaner beim Senat und seit 23 Jahren für den Alex zuständig. „Wir wollen keinen Ramsch auf dem Alex haben, sondern eine gute Mischung aus Einzelhandel, Cafés und Kultur und nicht zu viel Rummel. Die Menschen sollen hier flanieren, sich ausruhen und vom Alltag erholen. Und wer Lust hat, kann den 24 ha (240 000 Quadratmeter!) großen Platz vom Fernsehturm aus bestaunen. Es soll eine Oase mitten in der Stadt werden.“ 
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