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Atemnot, Schlaganfall...: Durch Böller explodieren in Berlin die Feinstaub-Werte

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Eine der vielen Messstationen, die in Berlin an den Hauptverkehrsstraßen die Luftverpestungen registrieren.

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dpa

Berlin -

Es herrscht dicke Luft in der Hauptstadt. Die Silvester-Knallerei sorgte dafür, dass in Berlin die Feinstaubwerte gleich im neuen Jahr bis auf das Fünffache explodierten.

Atemnot, Schlaganfall, Herzinfarkt – die winzigen Feinstaubpartikel machen krank. Daher dürfen von diesen Dreckteilchen täglich nur bis zu 50 Mikrogramm pro Kubikmeter in der Berliner Luft sein.

Doch am Neujahrstag wurde der Grenzwert massiv überschritten. Die jetzt vorliegende Messetabelle der Umweltverwaltung zeigt: Der Feinstaubmittelwert krachte in Neukölln mit 136 Mikrogramm, in Mitte mit 128 und in Buch mit 241 Mikrogramm nach oben. Der höchste Wert für Berlin wurde an der Frankfurter Allee mit 256 Mikrogramm gemessen – fünfmal so viel wie erlaubt!

Normalerweise sind es nicht Böller, sondern die Autos, die unsere Luft mit Feinstaub verpesten. Die Berliner Allee (Pankow) gehört zu den schlimmsten Straßen, wo fast täglich die Grenzwerte überschritten werden. Anwohner Norbert Mahler kämpft daher vor Gericht, dass die gesamte Allee zur Tempo-30-Zone erklärt wird. Am Montag kommt das Urteil. NKK