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ADAC übt Kritik: Neuer Fahrrad-Plan wird an die Kette gelegt

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Der Gesetzentwurf der Initiative Radentscheid sieht unter anderem eine klare Trennung von Fahrrad- und Busspur vor.

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dpa

Berlin -

Die  Initiatoren des Volksentscheids für ein Radverkehrsgesetz  müssen sich harsche Kritik gefallen lassen. Nachdem die Pläne für einen Volksentscheid Fahrrad am Dienstag vorgestellt wurden, bemängeln Kritiker vor allem den fehlenden Interessenausgleich.

„Wir empfinden den Entwurf als sehr einseitig“, so Jörg Becker vom ADAC Berlin-Brandenburg.  So seien insbesondere die vorgeschlagenen grünen Wellen für Radler bei 20 Stundenkilometern bedenklich. „Das kann für Busse gar nicht funktionieren“, so Becker. Auch treffe der Vorschlag keine Aussagen zu Pendlerströmen in Berlin. „Es wird nicht jeder aufs Fahrrad ausweichen, besonders im Winter.“

Auch hätte eine Studie der TU Dresden andere Zahlen zur Mobilität ermittelt.  „Der Autoverkehr beträgt 40 Prozent, nicht 20 Prozent, wie dargestellt“, meint Becker. Laut Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler  (SPD) haben ÖPNV sowie Rad- und Fußverkehr Vorrang bei der umweltverträglichen Mobilität.

„Die Vorschläge haben mit einem sorgfältigen Interessenausgleich nichts zu tun. Die IHK befürchtet negative Auswirkungen für Berliner Unternehmen: „Der ÖPNV und der Wirtschaftsverkehr müssen auf der Straße vorankommen“, so Melanie Bähr von der IHK.


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