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Ab ins Wasser!: Hier schnippelt Britta Steffen das neue FEZ-Bad an

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Britta Steffen und Jugend-Staatssekretärin Sigrid Klebba bei der Eröffnung.

Foto:

Sabine Gudath

Köpenick -

Die Gold-Nixe kommt barfuß, in Jeans und blauem Träger-Shirt. Zu mystischen Klängen aus dem Alphorn wird Weltrekord-Schwimmerin Britta Steffen (32) auf einem Floß von Gauklern vom knapp 50 Meter entfernten Ufer zum weißen Strand übergesetzt. Dort schnippelt sie ein grünes Band durch, wiedereröffnet den Badesee des Freizeit- und Erholungszentrums (FEZ) in der Wuhlheide.

Sie ruft ins Mikro: „Viel Spaß, Kinder! Es ist wahnsinnig schön hier.“ Es scheint der schnellsten Frau der Welt (50 und 100 Meter Freistil) eine Herzensangelegenheit zu sein. Baby-Frösche schwimmen im Wasser, Eidechsen sonnen sich. Britta Steffen ist Wirtschaftsingenieurin für Umwelt und Nachhaltigkeit.

18 Monate war der FEZ-Badesee dicht und hat sich in ein Öko-Paradies verwandelt, in das jeder bedenkenlos reinspringen kann. 20 Grad Temperatur, bis zu 2,50 Meter tief, 8700 Quadratmeter See. FEZ-Geschäftsführer Thomas Liljeberg-Markuse (54) jubelt: „Das Wasser ist glasklar und von sehr, sehr guter Qualität.“

Weil’s chlorfrei ist! Früher wurden jährlich 2750 Kilo Chlor reingekippt, jetzt geht’s ganz ohne Chemie. Das FEZ-Dach (13 200 qm) fängt Regenwasser auf, das gereinigt durch ein Rasenfilterbeet in den See gepumpt wird. 1,35 Millionen Euro (zum Großteil aus EU-Mitteln) hat das Projekt gekostet, die monatliche Bewirtschaftung wird mit 15000 Euro beziffert.

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Susanne planscht mit Tochter Finja.

Foto:

Sabine Gudath

Susanne Fügler (38, aus Biesdorf) planscht mit Tochter Finja (6) sofort los: „Wirklich erfrischend. Auch das mit dem Eintritt ist in Ordnung. Hier gibt es Bademeister, Duschen.“ 4 Euro kostet das Ticket, ermäßigt 2,50 Euro.

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Doreen mit Hannes und Gordon 

Foto:

Sabine Gudath

Auch Doreen Wolf (38, aus Friedrichshain) und ihre Söhne Hannes (3) und Gordon (12) sind ganz angetan, übten den Bau von Sandburgen: „Wir kommen in jedem Fall wieder.“

Ebenso Britta Steffen, die nach ihrem Karriereende 2013 heute nicht mehr schwimmt. Noch bis Oktober pendelt sie zwischen Wohnungen in Berlin und Halle, dann wird sie hier fest heimisch. Sie lächelt: „In Pankow.“