E_Paper_BK
BERLINER KURIER - Berlins ehrliche Boulevardzeitung im Netz

„Sharing“: Tauschen, teilen, verschenken: Es geht auch ohne Geld!

Berlin -

Autos, Boote, Waffeleisen, Bohrmaschinen, eine Unterkunft, einen Sack Schrippen. Es gibt kaum was, das man in Berlin nicht leihen, teilen oder gegen etwas anderes eintauschen kann.

„Sharing“ heißt der neue Trend, der ganz ohne Knete, gerade die Stadt auf den Kopf stellt.

Frei nach dem Motto „Alles benutzen, nichts besitzen“ schießen im Internet Sharing-Plattformen wie Pilze aus dem Boden.

Foodsharing.de, das private Car-Sharing-Portal www.tamyca.de oder www.whyown.it – überall heißt es „Besitz war gestern, heute wird geteilt, getauscht, gemeinsam genutzt“.

Laut der Studie „Deutschland teilt“ der Leuphana Uni Lüneburg teilen etwa 12 Prozent der Deutschen regelmäßig Lebensmittel, Werkzeug, Auto und Co. Jeder Zweite hat schon Erfahrungen mit den alternativen Konsumformen gemacht.

Einer, der das Prinzip seit drei Jahren auf die Spitze treibt, ist Raffael. Mit seiner kompletten Familie befindet er sich im Geldstreik, lebt konsequent nur vom Teilen. „Das Teilen ist nicht nur ein neuer Trend, sondern eine neue Kultur“, glaubt der 29-Jährige.

„Der Bedarf ist riesig, im letzten Jahr hat sich viel verändert.“ Der Kontakt mit anderen Menschen, der beim Teilen ganz automatisch entstehe, werde wieder wichtiger, so Raffael. Denn wer nicht nur Dinge sondern auch Erfahrungen mit anderen teilt, macht doppelt Plus. SHI



Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?