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Berliner-Kurier.de | ++ Berlin-News-Ticker ++: Kfz-Haftpflicht: Berliner zahlen am meisten
31. August 2016
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++ Berlin-News-Ticker ++: Kfz-Haftpflicht: Berliner zahlen am meisten

Berlin Ticker Aufmacherbildd

31. August

Wahl-Aktion: Promis gegen AfD-Rechte

Prominente wie Comedian Thomas Hermanns und Schauspielerin Maren Kroymann haben im Rahmen des „Berliner Manifests“ davor gewarnt, dass sich Schwule und Lesben von Rechten vereinnahmen lassen. Die AfD hatte auf einem Wahlplakat Stimmung gegen Muslime gemacht – mit einem Männerpaar.

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Kfz-Haftpflicht: Berliner zahlen am meisten

Wie die Hamburger und Münchener werden auch die Berliner Autofahrer 2017 bei der Kfz-Haftpflicht-, Vollkasko- sowie Teilkaskoversicherung wieder in die höchsten Regionalklassen eingestuft. Grund: Viele Unfälle bei hoher Verkehrsdichte. In Brandenburg bleibt die Versicherung dagegen günstig.
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Lauer: CDU instrumentalisiert Polizei für Taser-Debatte

In der Debatte um Elektroschockwaffen für die Berliner Polizei wirft Christopher Lauer von der Piraten-Fraktion Innensenator Frank Henkel (CDU) eine Instrumentalisierung der Polizei vor. Er fordere Henkel auf, dies „sofort zu unterlassen und bis zur Wahl am 18. September nicht mehr an Presseterminen der Polizei teilzunehmen“, sagte Lauer am Mittwoch. Er äußerte sich vor einem Termin (13.00 Uhr), bei dem Henkel über die geplante Einführung sogenannter Taser informieren will. Mit der umstrittenen Waffe können Menschen kurzzeitig außer Gefecht gesetzt werden.
Der Senator habe es fünf Jahre lang versäumt, grundsätzliche Probleme der Polizei in Angriff zu nehmen, konfrontiere die Öffentlichkeit nun aber „fast täglich mit einer sicherheitspolitischen Schnapsidee“, kritisierte Lauer. Es sei völlig unklar, welches Problem der Berliner Polizei durch den Einsatz eines Tasers gelöst werden solle.

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Arbeitslosigkeit in Berlin leicht gestiegen
Die Arbeitslosigkeit in Berlin hat im August leicht zugenommen. 180 252 Frauen und Männer waren arbeitssuchend gemeldet, 3490 mehr als im Juli, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg von 9,5 Prozent im Vormonat - dem niedrigsten Stand seit dem Mauerfall - auf 9,7 Prozent. Jutta Cordt, die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur nannte den Anstieg saisonüblich und verwies darauf, dass im Sommer das Schuljahr und viele Ausbildungsverträge ausgelaufen seien. Die Arbeitslosenquote liegt aber einen Prozentpunkt niedriger als vor einem Jahr. In Brandenburg liegt die Arbeitslosenquote bei 7,7 Prozent, dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Vor einem Jahr hatte sie 0,7 Prozentpunkte höher gelegen.

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Mehr als 70.000 Erstwähler bei Berlin-Wahl

Bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September können 72.500 Berliner zum ersten Mal ihre Stimme abgeben. Sie sind im Alter von 18 bis 20 Jahren Erstwähler, wie die Landeswahlleitung am Mittwoch mitteilte. Bei den Wahlen der Bezirksverordnetenversammlungen können darüber hinaus 48.500 16- und 17-Jährige mitstimmen. Bei der vergangenen Wahl hatte mit 51,8 Prozent nur gut die Hälfte der Erstwähler eine Stimme abgegeben, im Westteil Berlins mehr als im Ostteil. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 60,2 Prozent.  

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Smarthome im Fokus zum IFA-Auftakt
Das vernetzte Zuhause steht am Mittwoch im Mittelpunkt des ersten Pressetages der Elektronik-Messe IFA in Berlin. Unter anderem stellen Hausgeräte-Anbieter wie Bosch, Siemens und Miele sowie die Smarthome-Sparte des Energiekonzerns RWE ihre Neuheiten vor. Von den Messeveranstaltern dürfte es bei der offiziellen Eröffnungs-Pressekonferenz frische Zahlen zur diesjährigen IFA-Auflage geben. Für das Publikum ist die Messe unter dem Berliner Funkturm vom 2. bis zum 7. September geöffnet.

30. August

Fahne für Respekt am Friedrichstadtpalast

Ein klares Zeichen für gegenseitigen Respekt „aller legalen Sicht- und Lebensweisen“ hat der Friedrichstadt-Palast gesetzt. Das  Internationale Ballettensemble hisste die „Colours of Respect“. Mit der bunten Fahne spricht sich die Bühne gegen menschenverachtende Hassbotschaften im Netz aus.

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Walter Scheel wird in Berlin beigesetzt

Alt-Bundeskanzler Walter Scheel wird in Berlin beigesetzt. Die Beerdigung ist für den 7. September auf dem Waldfriedhof in Zehlendorf  geplant.  Scheel war am 24. August in Bad Krozingen (Baden-Württemberg)  im Alter von 97 Jahren gestorben.

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Wilde Verfolgungsjagd führt bis nach Neukölln

Ein Mann (20) lieferte sich  in Neukölln eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. In der Karl-Marx-Straße rammte er einen Streifenwagen und raste weiter über rote Ampeln. Fußgänger retteten sich mit einem Sprung von der Straße. Die Festnahme erfolgte  nach einem Crash mit einem geparkten  Auto.

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Mehr als 200 gekündigte Mitarbeiter wehren sich

Mehr als 200 Mitarbeiter mussten bei Turkish Airlines nach dem Putschversuch im Juli gehen. Nun gibt es erste Verfahren am Berliner Arbeitsgericht. Ein Mitarbeiter will heute  per einstweiliger Verfügung erreichen, dass die teilstaatliche Airline ihn weiter beschäftigt. Den Vorwurf, er habe den Putsch unterstützt, weise er zurück.

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Veranstalter erwarten 200.000 Besucher zum Brandenburg-Tag
Die Veranstalter des Brandenburg-Tags erwarten an diesem Wochenende knapp 200.000 Besucher in der Gemeinde Hoppegarten (Märkisch-Oderland). Zwischen Rathaus und Pferderennbahn drehe sich unter dem Motto „Hoppegarten, gut im Rennen“ alles um kleine und große Pferdestärken, erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag und kündigte ein Fest der „Superlative“ an. So präsentiert der Dahlewitzer Triebwerkshersteller Rolls-Royce sein Aggregat. Es verfügt über rund 140 000 Pferdestärken und gilt als eines der leisesten und effizientesten Triebwerke auf dem Markt, wie ein Firmensprecher erklärte. Brandenburg hat das Landesfest nach eigenen Angaben mit 260.000 Euro gefördert. Knapp 1000 Aktive waren an der Organisation beteiligt. Der Brandenburg-Tag wird alle zwei Jahre veranstaltet. 2018 soll er in Wittenberge (Prignitz) sein.

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Doch kein Lehrerstreik nach den Sommerferien

Der für die Zeit nach den Sommerferien geplante Warnstreik der Lehrergewerkschaft GEW ist abgesagt. Die Gewerkschaft sowie die Verwaltungen für Finanzen und Bildung unterzeichneten am Montag eine gemeinsame Erklärung, wie sie am Abend mitteilten. Diese könne für viele tarifbeschäftigte Berliner Lehrer „wesentliche Verbesserungen“ bringen. Punkte aus dem Papier sollen im Herbst in die Koalitionsverhandlungen einfließen. Bis zu deren Ende will die GEW auf Streikaufrufe verzichten. In dem Tarifkonflikt geht es um eine bessere Bezahlung der angestellten Lehrer und gleiches Geld für die Kollegen an Grundschulen. Ein neuer Senat habe dann „den Auftrag, hier eine abschließende Lösung zu finden“, erklärte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). Er dankte den Beteiligten dafür, dass der Schulstart nicht gefährdet werde. 

29. August

Ozon-Alarm: In den nächsten Tagen wird es wieder besser

Die heiße Sonne am Wochenende hatte nicht nur ihre schönen Seiten. Gepaart mit subtropischen Luftmassen trieb sie den Ozonwert hoch. Das sorgte bei manchem Berliner für Schnappatmung. Am Sonntagvormittag empfahl der Senat, starke körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Beobachtete Folgen waren Tränenreiz, Kopfweh und Atembeschwerden. In den Mittagsstunden wurden am Sonntag hohe Konzentrationen von mehr als 180 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen, das Auto sollte man deshalb besser stehen lassen. Gestern gab es dann die Entwarnung. Frischluft ließ das Ozon ins Unbedenkliche sinken. So wird es auch in den nächsten Tagen sein – selbst wenn die Temperaturen wieder steigen. Denn mit subtropischen, mit Ozon angereicherten Luftmassen ist vorerst einmal nicht zu rechnen. KEI

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Berlins Freie Szene will die City-Tax

Die Freie Szene der Berliner Kultur hat drei Wochen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus eine Reihe von Forderungen an den Senat gestellt. Das Motto lautet „Nichts ist erledigt!“ und umfasst zehn Punkte. Darin werden 100 Prozent der City Tax für Kultur und 50 Prozent davon für die freie Szene gefordert. Kunst müsse in jedem Senatsfachbereich mitgedacht werden, erklärte das Kultur-Bündnis.  

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Tollwütige Fledermäuse in Oder-Spree entdeckt
Der Landkreis Oder-Spree warnt vor tollwütigen Fledermäusen: In Eisenhüttenstadt und in der Gemeinde Grünheide sind zwei infizierte Tiere entdeckt worden. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg konnte bei ihnen zweifelsfrei den Europäischen Fledermaus-Tollwutvirus Typ I nachweisen, wie ein Sprecher des Landratsamtes am Montag mitteilte. Es sei besondere Vorsicht geboten, denn durch Bissverletzungen oder Kontakt könne Tollwut auch auf den Menschen übertragen werden. Sollte es doch zu einem Biss gekommen sein, muss die Stelle gründlich gereinigt und umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Erkrankte Fledermäuse liegen laut Landkreis zumeist am Boden und zeigen abnormes Verhalten. So attackieren sie oft naheliegende Gegenstände. 

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Gewitter in Berlin und Brandenburg ohne größere Schäden

Ein über Berlin und Bandenburg tobendes Gewitter hat am Sonntagabend nur geringe Schäden angerichtet. Die Berliner Feuerwehr sprach am Montag von einem ruhigen Abend. In vielen Stadtteilen habe es kaum geregnet. Auch in Brandenburg registrierte die Polizei zunächst keine Schäden. Erfahrungsgemäß würden aber erst bei Tagesanbruch umgestürzte Bäume oder vollgelaufene Keller angezeigt. Die Feuerwehr in Frankfurt (Oder) meldete ein Feuer, das durch einen Blitzeinschlag in ein Einfamilienhaus in Neuenhagen bei Hoppegarten (Märkisch-Oderland) ausgelöst worden war. Der Deutsche Wetterdienst in Potsdam hatte am Sonntagabend vor einem schweren Unwetter der Stufe drei von vier für Berlin und Brandenburg gewarnt. Kurze Zeit später wurde die Warnung wieder aufgehoben. 

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Umfrage: SPD und CDU verlieren vor Berliner Wahl weiter
Knapp drei Wochen vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18. September verlieren SPD und CDU weiter an Zuspruch. Wie die jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der „Berliner Zeitung“ (Montag) ergab, sank die SPD weiter ab auf 24 Prozent (-2 Punkte). Die CDU landet bei 17 Prozent (-1). Mit der Arbeit der Koalition im Senat ist nur ein Drittel der Berliner (33 Prozent) zufrieden.
Vor allem CDU-Spitzenkandidat und Innensenator Frank Henkel stößt mit 27 Prozent auf wenig Zustimmung. Der Regierende Bürgermeister und SPD-Chef Michael Müller kommt auf 47 Prozent. Auch im Duell der beiden Spitzenkandidaten liegt Müller mit 46 Prozent (-1) deutlich vorn. Henkel wollen demnach nur 16 Prozent (+1) an der Spitze sehen.
Wären an diesem Sonntag Wahlen, würde sich die Linke verbessern auf 17 Prozent (+1). Die Grünen verschlechtern sich dagegen um einen Punkt auf 19 Prozent. Die FDP bliebe als einzige Partei stabil und würde mit 5 Prozent knapp den Wiedereinzug ins Parlament schaffen. Die AfD käme auf 10 Prozent (+2). Eine Regierungsbildung bleibt auch nach der jüngsten Meinungsumfrage schwierig: 20 Prozent der Befragten wünschen sich Rot-Grün. Für ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linke sprachen sich demnach 19 Prozent aus. Eine große Koalition hätten 19 Prozent am liebsten, nur 13 Prozent wären für Schwarz-Grün. 

28. August

Lange Nacht mit 28.000 Leuten

Spanische Nacht am Kulturforum, Berliner Dom, Deutsches Spionagemuseum: Die lange Nacht der Museen hat in der Hauptstadt mit einem vollen Programm erneut Tausende Kulturfreunde angezogen. Unter den Besuchern war auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), der die traditionsreiche Veranstaltung am Samstagabend im Lustgarten eröffnete. Danach startete er selbst zu einer Tour durch die Museen der Hauptstadt. Trotz der großen Hitze kamen 28.000 Besucher.

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Unfallkrankenhaus Berlin: Hitze ist Freudenfest für alle Viren

Die Hitze macht Berlinern gesundheitlich zu schaffen. In der Rettungsstelle des Unfallkrankenhauses Berlin landeten am Wochenende verstärkt Menschen mit grippalen Infekten und Lungenentzündungen, wie Sprecherin Angela Kijewski am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Die Hitze ist ein Freudenfest für Viren aller Art.“ Auch Patienten mit geschwollenen Gesichtern hätten verstärkt Hilfe gesucht. Entzündung im Mund- oder Kieferbereich würden sich durch die hohen Temperaturen zuspitzen - wenn nicht genug gekühlt werde.
Der typische Hitzekollaps sei hingegen nicht überdurchschnittlich registriert worden. Es habe aber auffällig viele Verletzte durch Verbrennungen gegeben, verursacht durch Unfälle beim Lagerfeuer, am Grill oder durch explodierende Gasflaschen.

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Wespen-Alarm in Brandenburg - Rettungsdienst muss helfen
Nach Insektenstichen ist die Regionalleitstelle der Potsdamer Feuerwehr innerhalb von vier Stunden 14 Mal alarmiert worden. „Das hatten wir noch nie“, sagte ein Sprecher am Sonntag. Die Patienten seien vor allem von Wespen attackiert worden. Angesichts der Hitze waren die Feuerwehrleute eigentlich auf vermehrte Einsätze wegen Kreislaufzusammenbrüchen eingestellt. Deswegen seien aber kaum Notrufe eingegangen.
Die Leitstelle ist zuständig für die Landkreise Prignitz-Ruppin, Prignitz, Havelland und Potsdam.

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Warnung: Erhöhte Ozonwerte können Kopfschmerzen auslösen

Die spätsommerliche Hitze bringt für Menschen, die empfindlich auf Ozon reagieren, am Sonntag womöglich noch einmal gesundheitliche Probleme. Erwartet werden erhöhte Ozonwerte, daher sollten Betroffene in Berlin und Brandenburg aufpassen, empfahl die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt am Sonntag. Es könne zu Tränenreiz und Kopfschmerzen sowie eingeschränkter Leistungsfähigkeit und Atembeschwerden kommen. Ungewohnte und starke körperliche Anstrengungen im Freien sollten vermieden werden. Für das Berliner Stadtgebiet appellierte die Senatsverwaltung, das Auto möglichst stehen zu lassen. Ab Sonntagabend wurde zunächst etwas Abkühlung erwartet. Das lasse die Ozonbelastung am Montag sinken.

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BAMF-Chef Weise rechnet mit 300.000 Flüchtlingen in diesem Jahr

Der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, rechnet mit weniger als 300.000 Flüchtlingen in diesem Jahr. „Wir stellen uns auf 250.000 bis 300.000 Flüchtlinge in diesem Jahr ein, darauf richten wir unsere Kapazitäten aus“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Bis zu dieser Zahl könne seine Behörde einen optimalen Ablauf garantieren. „Wenn mehr Menschen kommen, kommen wir unter Druck.“ Allerdings seien selbst dann nicht wieder Zustände wie im letzten Jahr zu erwarten, so Weise. „Aber die Verfahren würden länger dauern, als von uns angestrebt.“ Er glaube jedoch nicht an solch ein Szenario. „Es werden dieses Jahr eher noch etwas weniger als 300.000 Menschen kommen.“

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Gabriel: Union blockiert bei der Integration von Flüchtlingen

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel ist in der Flüchtlingspolitik erneut auf Distanz zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegangen. „Die Union hat die Herausforderung unterschätzt“, sagte der Vizekanzler im ZDF-Sommerinterview. „Wir haben immer gesagt, es ist undenkbar, dass Deutschland jedes Jahr eine Million Menschen aufnimmt.“ Es reiche nicht, ständig zu sagen „Wir schaffen das“, betonte Gabriel. „Sondern Sie müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir es auch hinkriegen. Und das hat die CDU/CSU immer blockiert.“ Der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, rechnet mit deutlich weniger Asylsuchenden als 2015. „Wir stellen uns auf 250 000 bis 300 000 Flüchtlinge in diesem Jahr ein, darauf richten wir unsere Kapazitäten aus“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Bis zu dieser Zahl könne seine Behörde einen optimalen Ablauf garantieren. „Wenn mehr Menschen kommen, kommen wir unter Druck.“ Allerdings seien selbst dann nicht wieder Zustände wie im letzten Jahr zu erwarten. „Aber die Verfahren würden länger dauern, als von uns angestrebt.“

27. August

Sommer bleibt, es wird kühler

Viel Sonne und brutzelige 33 Grad. Volle Straßencafés und dicke Schlangen an den Eisläden. Bootstouren standen hoch im Kurs und Schwimmbäder platzten fast aus allen Nähten. So sah es gestern aus in Berlin. Für den Abend waren Schauer und leichte Gewitter erwartet worden. Heute geht’s genauso weiter. Mit dem Sommer ist nach diesem Hitze-Wochenende noch nicht Schluss. Aber so heiß wird es dieses Jahr nicht mehr.

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Arbeitgeber wollen gesetzliche Lockerungen für Flüchtlinge

Die Arbeitgeber verlangen gesetzliche Lockerungen, um Flüchtlinge leichter in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Das gelte vor allem bei der Zeitarbeit. „Durch eine vollständige Aufhebung des Beschäftigungsverbots in der Zeitarbeit würden Menschen ohne Berufserfahrung deutlich bessere Chancen erhalten“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, der „Rheinischen Post“. Zudem müssten die arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Bundesagentur für Arbeit (BA) stärker auf Flüchtlinge ausgerichtet werden, "um diese gezielt für eine Ausbildung oder Beschäftigung fit zu machen“, erläuterte Kampeter. Die Bundeskanzlerin hat die Chefs mehrerer Konzerne nach Medienberichten für den 14. September ins Kanzleramt eingeladen, weil die Wirtschaft bisher nur zögerlich Migranten einstellt.

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Tag der offenen Tür bei Merkel und Ministern

Zum 18. Mal öffnet die Bundesregierung in Berlin an diesem Wochenende ihre Dienstgebäude für die Öffentlichkeit. Zum Tag der offenen Tür werden im Bundeskanzleramt und in den Ministerien am Samstag und Sonntag deutlich mehr als 100 000 Besucher erwartet. Es gibt zahlreiche Informationsstände und Bühnenprogramme. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt Besucher am Sonntagnachmittag im Kanzleramt und im dahinter gelegenen Park. Außerdem können mehrere Minister bei simulierten Pressekonferenzen befragt werden.

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77 Häuser machen bei Langer Nacht der Museen mit

Kulturfreunde kommen bei der Langen Nacht der Museen in Berlin an diesem Samstag auf ihre Kosten. 77 Häuser sind mit 700 Veranstaltungen dabei. Es gibt Führungen, Workshops, Mitmachprogramme, Bühnenshows, Lesungen, Musik und Filme. Shuttle-Busse übernehmen auf acht Routen den Transport. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) eröffnet die Lange Nacht um 18.00 Uhr vor dem Alten Museum. Von 16.00 Uhr an können sich Besucher im Lustgarten bei einem Picknick mit Show und Musik auf die Entdeckungsreise einstimmen. Auf dem Kulturforum am Potsdamer Platz laden die Staatlichen Museen zu einer spanischen Nacht - passend zur Sommerausstellung „El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez“. Erstmals vertreten sind die Fotogalerie C/O Berlin und das Deutsche Spionagemuseum. Für zusätzlichen Zulauf dürfte ein kostenloses Open-Air-Konzert der Berliner Philharmoniker sorgen, das von 16.00 bis 19.00 Uhr ebenfalls auf dem Kulturforum stattfindet.

26. August

Weichenarbeiten unterbrechen Ringbahnverkehr in Berlin

Seit Freitagmorgen ist der Verkehr der beiden Berliner S-Bahnlinien S41 und S42 zwischen den Bahnhöfen Westend und Gesundbrunnen unterbrochen. Dort werden voraussichtlich bis zum 5. September Busse anstelle von Zügen fahren, wie die S-Bahn Berlin mitteilte. Ursache sind umfangreiche Weichenarbeiten. Auch auf der S3 werden derzeit Weichen erneuert. Dort sind noch bis zum Montagmorgen Busse zwischen den Bahnhöfen Karlshorst und Nöldnerplatz im Einsatz. 

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Museum zieht um

Zur Zeit werden im Ethnologischen Museum die Ausstellungsstücke eingepackt. Vorher werden sie tiefgekühlt oder mit Stickstoff von Insekten „entwest“. Im Humboldt Forum im Schloss (Mitte) ist Eröffnung 2019. Bis zu 10 000 der mehr als 500 000 Stücke umfassenden Sammlung sollen mit.

25. August

Ministerin im Kiez

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) besuchte in der Brunnenstraße das Projekt „Kiezklima“. Das sorgt u.a. dafür, dass es in Geschäften bei sommerlichen Temperaturen kostenloses Trinkwasser gibt.

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Hohes Haushaltsplus

Die Stadt kann auch in 2016 mit einem Haushaltsüberschuss von rund 400 Millionen Euro rechnen. Seit 2011 hat Berlin rund drei Milliarden Euro an Schulden abgebaut.

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U-Bahnhof am Rathaus soll „Rotes Rathaus“ heißen

Nach jahrelanger Diskussion ist die Entscheidung gefallen: Der neue U-Bahnhof der verlängerten Linie U5 vor dem Berliner Rathaus in Mitte soll „Rotes Rathaus“ heißen. Das sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Martin Pallgen, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Entscheidung waren lange Debatte vorangegangen, ob die Station „Berliner Rathaus“ heißen oder den im Volksmund gebräuchlichen Namen „Rotes Rathaus“ tragen soll. Mittlerweile hätten sowohl das Abgeordnetenhaus als auch die Bezirksversammlung Mitte, die BVG und die Senatsverwaltung dem Namen „Rotes Rathaus“ zugestimmt, sagte Pallgen. Formal handelt es sich dabei trotzdem noch um einen Arbeitstitel: Erst wenn der Bahnhof fertiggestellt ist, kann die BVG den Stationsnamen offiziell beantragen. Die U5 wird gegenwärtig vom Alexanderplatz Richtung Brandenburger Tor verlängert. Die beiden anderen neuen Haltestellen sollen „Unter den Linden“ und „Museumsinsel“ heißen. 2020 soll die Verlängerung fertig sein.

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Hohe Waldbrandgefahr besonders im Südosten Brandenburgs

Mit der sommerlichen Hitze an diesem Wochenende steigt in Brandenburg auch die Waldbrandgefahr. In den kommenden Tagen werde in einigen Teilen des Landes die höchste Gefahrenstufe 5 („sehr hohe Gefahr“) erwartet, teilte der Landesbetrieb Forst am Donnerstag mit. Bereits heute gilt im Südosten Brandenburgs in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz die Gefahrenstufe 4 („hohe Gefahr“), in fast allen anderen Kreisen Gefahrenstufe 3 („mittlere Gefahr“). Hauptgrund sei der ausgetrocknete Sandboden in vielen Wäldern, der ohnehin nur wenig Feuchtigkeit speichern kann. Die Förster warnen, dass auch der kleinste Funke eine Katastrophe auslösen könne. Menschliches Handeln verursache mehr als 90 Prozent aller Waldbrände mit 99 Prozent der Schäden. Noch liegt die Zahl der Waldbrände in diesem Jahr aber unter der des Vorjahrs: 179 mal musste die Feuerwehr in diesem Sommer ausrücken, 2015 gab es landesweit 315 Waldbrände. 

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Illegal errichtet? Skater-Anlage soll wieder weg

Eine Skater-Anlage neben dem linken Kulturzentrum „La Datscha“ am Potsdamer Park Babelsberg soll nach dem Willen der Schlösser-Stiftung wieder abgerissen werden. Die wirft den Initiatoren vor, ihre Halfpipe illegal in der „Kernzone des Unesco-Welterbes“ errichtet zu haben. Die Erbauer halten der Schlösser-Stiftung entgegen, dass das Areal, die sogenannte Nowawiese, ohnehin eine unbenutzte Brachfläche sei.

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Eisenhüttenstadt: Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen für Stadtfest

Unter dem Eindruck des Falles zweier Terrorverdächtiger hat Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) die Sicherheitsvorkehrungen für das bevorstehende Stadtfest erhöht. Es werde verstärkt stichprobenartig Rucksack-Kontrollen geben, teilte die Stadtverwaltung mit. Zudem würden mehr zivile Polizeikräfte im Einsatz sein. Das Fest beginnt am Freitag, dauert drei Tage und gilt als jährlicher Höhepunkt in der ostbrandenburgischen Stadt.

Das Stadtfest hatten zwei festgenommene Terror-Verdächtige in Chats erwähnt, wie Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt vergangene Woche mitteilten. Allerdings sei es nicht zu konkreten Absprachen gekommen. Ein Spezialeinsatzkommando hatte vor einer Woche die Wohnung eines 27-Jährigen nach Sprengmitteln durchsucht und war unter anderem auf Feuerwerk gestoßen.

24. August

Ufa-Filmnächte: Nächtliches Gruseln auf der Museumsinsel

Petrus ist Stummfilm-Fan. Passend zu den Ufa-Filmnächten sorgt er für lauschige Temperaturen, die geradezu einladen, den Abend im Kolonnadenhof auf der Museumsinsel zu verbringen. Am Abend flimmern dort „Unheimliche Geschichten“ über die Großbildleinwand. Ein Gruselfilm von Richard Oswald von 1919. Er erzählt sie in fünf Episoden, die Vorlagen lieferten Robert Louis Stevenson und Edgar Allan Poe. Begleitet wird der Stummfilm von der Band Northern Lights. Fritz Langs Meisterwerk von 1921 „Der müde Tod“ steht morgen auf dem Programm. Er erzählt die Geschichte einer Frau, die ihren Mann aus dem Reich der Toten zurückholen will. Gezeigt wird eine digitalisierte Fassung, die Musik liefert DJ Raphael Marionneau. Zu beiden Filmen spricht Schauspielerin Caroline Peters (TV-Krimi „Mord mit Aussicht“) einführende Worte.
Einlass ist jeweils 20.30 Uhr, Beginn 21 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro.  

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Neuer Spielplatz: Regenbogen im Mauerpark

Letztes Jahr noch unter Protest abgerissen - jetzt wieder aufgebaut. Jetzt wurde der neue Regenbogen Spielplatz offiziell eingeweiht. Eine Initiative der Anwohner, der Freunde des Mauerparks e.V. und der Firma SIK-Holz ermöglichte die Wiedereröffnung. Ein Klettergerüst mit Rutsche und eine Schaukel wurden von syrischen Flüchtlingen bereits gebaut, ein drittes Element soll folgen.

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Ifo-Studie: Osten bleibt bei Wirtschaftswachstum bis 2030 zurück

Das Wirtschaftswachstum in Ostdeutschland wird nach Prognosen des Dresdner Ifo-Instituts auch in den kommenden Jahren nicht an die gesamtdeutsche Entwicklung herankommen. Lediglich Sachsen und Brandenburg könnten bis 2030 beim durchschnittlichen Wachstum in etwa mithalten, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern müssten hingegen mit äußerst niedrigen Wachstumsraten rechnen. Zuletzt lag die Wirtschaftskraft nach Berechnungen der Experten im Osten nur bei knapp 77 Prozent des Westniveaus. Die Studie empfiehlt, für Aufholchancen stärker auf eine Wirtschaftsförderung einzelner Branchen und Zentren zu setzen.

23. August

Grüne fordern: Mehr Frauen für die Polizei

Seit Jahren stagniert der Frauenanteil bei der Polizei – das soll sich bald ändern. Die Berliner Grünen wollen in den Polizeiwachen Eltern-Kind-Arbeitsplätze einrichten und Kinderbetreuung anbieten. Außerdem sollte die Behörde mehr Rücksicht auf Mütter und Eltern unter den Polizisten nehmen. Der Beruf müsse für alle, die eine Familie haben wollen, attraktiver werden, fordern der Grünen-Innenpolitiker Benedikt Lux und die Frauenpolitikerin Anja Kofbinger. 

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Merkel lädt ein - Tag der offenen Tür der Bundesregierung
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Minister laden an diesem Wochenende wieder zum traditionellen Tag der offenen Tür ein. Deutlich mehr als 100 000 Besucher werden am Samstag und Sonntag im Kanzleramt und in den Ministerien erwartet. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Thema „Migration und Integration“. Die meisten der 14 Bundesministerien haben am Samstag und Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Im vergangenen Jahr nutzten 156 000 Menschen die Möglichkeit, die Arbeit der Bundesregierung näher kennenzulernen.

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Zahl der Leistungsempfänger unter Asylbewerbern verdoppelt
Im vergangenen Jahr haben in Berlin doppelt so viele Asylbewerber staatliche Leistungen erhalten wie im Jahr zuvor. 49.654 Personen bezogen nach Angaben des Statistikamtes 2015 Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, das waren 25.047 mehr als im Vorjahr. Der größte Teil der Leistungsempfänger stammte mit rund 14.700 Personen aus Syrien, gefolgt von Afghanistan (gut 6000) und dem Irak (rund 4300). Fast 13.000 Leistungsberechtigte kamen aus Europa, die meisten davon aus Serbien und Albanien. Für die Leistungen brachte Berlin im Jahr 2015 rund 400 Millionen Euro auf, das waren 215 Millionen Euro mehr als im Jahr davor.

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Linke: Flüchtlingshelfer für Öffentlichen Dienst qualifizieren
Die Berliner Linke möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie schlägt vor, die soziale Kompetenz der vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer für Berlins Verwaltung zu nutzen. Diese würde besser und die Betroffenen hätten eine Perspektive. „Wir brauchen dringend Verbesserungen im Öffentlichen Dienst, mehr qualifiziertes Personal steht aber auch nicht Schlange“, sagte Linke-Spitzenkandidat Klaus Lederer der Deutschen Presse-Agentur.  

22. August

Berliner Olympia-Erfolg

Sportsenator Frank Henkel (CDU) hat das Abschneiden der Berliner Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio gelobt: „Das Berliner Olympiateam hat unsere Sportmetropole mehr als würdig in Rio vertreten.“ Die Bilanz kann sich sehen lassen: Die Berliner Sportler waren an neun Medaillen beteiligt – dreimal Gold, zweimal Silber und viermal Bronze.

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Geldforderung für Infrastruktur

Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos) fordert mehr Geld für die Infrastruktur der Flughafen-Region. Die Gemeinde führt jährlich 30 Millionen Euro an das Land ab. Laut Haase solle das Geld nicht wie zuvor an die Kommunen in Brandenburg aufgeteilt werden, sondern in das Flughafen-Umfeld investiert werden.

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Elektronik am Alexanderplatz

Heute wurde der Media Markt im Alexa nach einem Umbau neu eröffnet. Gaststars bei der Party waren die YouTube-Zwillinge „Die Lochis“.

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Kaufhof packt 200 Schultüten

200 Schultüten mit einer Erstausstattung im Wert von je 26 Euro hat Galeria Kaufhof am Alexanderplatz heute dem Berliner Verein Laughing Hearts gespendet. Er unterstützt damit 1500 Kinder, die in Heimen oder in sozial benachteiligten Familien leben. Besucher des Kaufhauses haben die Aktion ermöglicht. Sie spendeten 15 Euro pro Schultüte, elf Euro legte der Kaufhof drauf.

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U1 zwischen Kotti und Hallesches Tor unterbrochen

Passagiere auf der U-Bahn-Linie 1 müssen in Kreuzberg seit Montagfrüh viel Geduld mitbringen: Zwischen Kottbusser Tor und Hallesches Tor ist die Verbindung unterbrochen. In beide Richtungen fahren Ersatzverkehr-Busse.

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Nauen erinnert an Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Ein Jahr nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) will die Stadt Nauen an das fremdenfeindliche Attentat erinnern. „Wir planen am Mittwochabend in der Nähe der niedergebrannten Halle eine Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion“, sagte Bürgermeister Detlef Fleischmann der Deutschen Presse-Agentur. In der Sporthalle sollten rund 100 Flüchtlinge ein Notquartier finden. Sie war in der Nacht zum 25. August 2015 in Flammen aufgegangen. Wegen der Brandstiftung hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Männer erhoben, der Rädelsführer soll der Nauener NPD-Politiker Schneider sein. Die Sporthalle soll bis zum Schuljahr 2017/18 für vier Millionen Euro wieder aufgebaut werden. 

21. August

Autofahrer tanken in Berlin günstig

Autofahrer kommen in Berlin beim Tanken ziemlich günstig weg, ergab eine bundesweite ADAC-Auswertung der aktuellen Kraftstoffpreise an 14.000 Tankstellen. Danach kostet der Liter Super E10 in Berlin 1,259 Euro. Nur in Rheinland-Pfalz ist er mit durchschnittlich 1,256 Euro billiger. In Bremen ist der Liter drei Cent teurer. Bei Diesel ist es in Berlin mit 1,062 Euro/Liter am günstigsten.

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Regelung: An Flughäfen Schleier lüften

An den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel müssen Frauen ihren Gesichtsschleier lüften. Das sei für den Personenabgleich zwingend notwendig, so ein Sprecher der Bundespolizei. Betroffene Frauen sollen den Schleier in einem abgetrennten Raum in Anwesenheit eines Angehörigen heben. Die Frauen werden zudem nicht von männlichem Personal kontrolliert, sondern ausschließlich von Frauen. Diese Schleier-Regel gilt laut Bundespolizei schon immer an Berliner Flughäfen – unabhängig vom geforderten Burka-Verbot light. Vollverschleierung ist demzufolge in Schulen, Kindergärten, bei Verkehrskontrollen, im Gericht, an Hochschulen, Standes- und Meldeämtern verboten. Wer dort trotzdem mit Gesichtsschleier auftreten sollte, dem droht ein Bußgeld.

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Tempelhofer Feld wird zur Yoga-Wiese

Erstmals ist der ehemalige Berliner Flughafen Tempelhof an diesem Sonntag Schauplatz der aus den USA kommenden Yoga-Großveranstaltung „Wanderlust 108“. Im Zentrum steht der „Mindful Triathlon“, der aus einem Fünf-Kilometer-Lauf, von einem DJ begleitete Yoga-Übungen und weiteren Aktionen besteht.

Nach Angaben der Veranstalter geht es um eine Art Wandertag für Körper, Geist und Seele. Die Zahl 108 habe in vielen mystischen Traditionen Bedeutung.

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Lichterglanz, Schirme und Regencapes bei Schlössernacht

Herrschaftlicher Glanz und Regen haben die diesjährige Potsdamer Schlössernacht bestimmt. Mit Schirmen und Capes trotzten Besucher am Samstagabend den widrigen Witterungsbedingungen im Park Sanssouci, wo sich ansonsten Schloss, Orangerie oder auch Neues Palais im Schein von Scheinwerfern präsentierten. Schon kurz nach Veranstaltungsbeginn setzten Schauer ein, die den Abend über mehr oder weniger anhielten.

Wegen der widrigen Witterungsverhältnisse wurde das Höhenfeuerwerk um eine Stunde vorgezogen. In diesem Jahr wirkten nach Veranstalterangaben knapp 300 Aktive bei Schauspiel, Tanz, Lesungen und Musik mit. Ein gutes Dutzend Bauwerke wurden dank hunderter Scheinwerfer aufwendig in Szene gesetzt. Von 33.000 angebotenen Eintrittskarten hatten laut RBB nur 22.000 einen Käufer gefunden. Vor Jahren waren gewöhnlich schon kurz nach dem Vorverkaufsstart alle Karten ausverkauft. „Wir haben festgestellt, dass wir weniger und weniger Besucher haben. Deswegen müssen wir etwas tun. Wir wollen das Format mit neuen Ideen beleben“, sagte der Marketingchef der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten, Heinz Buri, dem Sender. Dafür sei ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben worden. Aktuell prüften die Verantwortlichen verschiedene eingereichte Konzepte von Veranstaltern. Im Herbst soll eine Entscheidung getroffen werden, wie es mit der Schlössernacht weitergehen soll.

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20. August

Zalando baut neues Center
Der Berliner Internetversandhändler Zalando plant an der Oder ein neues Logistikzentrum. Es soll auf polnischer Seite im Grenzstädtchen Gryfino (Greifenhagen) entstehen. Die Bauarbeiten für das 130.000 Quadratmeter große Center sollen bereits in Kürze beginnen. Den Angaben zufolge ist geplant, zukünftig in unmittelbarer Grenznähe zu Brandenburg 1.000 Mitarbeiter zu beschäftigen. Von Gryfino aus sollen Kunden aus 15 Ländern, besonders aber aus Polen, Deutschland und Skandinavien beliefert werden. Zalando hat 19 Millionen Kunden.

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An Berliner Flughäfen müssen Schleier gelüftet werden

Das von den Unions-Innenministern geforderte Verbot der Vollverschleierung für Passkontrollen würde an den Flughäfen der Region keine besonderen Probleme bereiten. An den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld müssen Frauen, die beispielsweise eine Burka oder einen Gesichtsschleier tragen, schon immer ihren Schleier lüften, wie ein Pressesprecher der Bundespolizeidirektion Berlin-Brandenburg der Deutschen Presse-Agentur sagte. Für den Personenabgleich sei es zwingend notwendig, dass die Frauen ihr Gesicht unverschleiert zeigten. Dies geschieht laut Bundespolizei in einem separaten Raum und in Anwesenheit eines Angehörigen. Kontrollieren dürfen nur Frauen, männliche Beamte dürfen Verschleierte nicht kontrollieren. Wie viele verschleierte Frauen kontrolliert werden, konnte der Sprecher nicht sagen. Darüber werde keine Statistik geführt. An anderen Flughäfen wird ähnlich verfahren.

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Saniertes Stadtbad Oderberger Straße vor Wiedereröffnung

Der Eröffnungstermin für das seit 30 Jahren stillgelegte Berliner Stadtbad Oderberger Straße steht fest. Ab dem Nachmittag des 17. Oktobers sollen Gäste das Bad im Stadtteil Prenzlauer Berg wieder nutzen können, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Sie bestätigte damit Medienberichte.

Der denkmalgeschützte Neorenaissance-Bau stammt aus dem Jahre 1902. Das Schwimmbecken ist im Vergleich zu anderen Berliner Bädern mit 20 Meter Länge und 12 Meter Breite aber relativ klein. An fünf Tagen in der Woche wird es laut Angaben für mehrere Stunden geöffnet sein. Ein Ticket für maximal zwei Stunden kostet sechs Euro. Das Stadtbad wurde ursprünglich als Volksbadeanstalt eröffnet und musste 1986 wegen Rissen im Boden des Beckens schließen. Später wurde das Becken für kulturelle Veranstaltungen genutzt. 2012 begann die Sanierung, nachdem es das GLS Sprachenzentrum im Jahr zuvor gekauft hatte. Jetzt wird es unter anderem für Seminare und Events genutzt. In einem Teil des Gebäudes entstanden Hotelzimmer.

19. August

Klage gegen Polizeieinsatz
Gegen den Polizeieinsatz bei der Teilräumung in der Rigaer 94 klagen jetzt die Bewohner des linken Hausprojekts. Das Verwaltungsgericht soll klären, ob der Polizeieinsatz am 22. Juni rechtmäßig war. Die Räumung hatte heftige Proteste ausgelöst, es kam zu Brandanschlägen. Im Juli erklärte das Berliner Landgericht die Zwangsräumung für rechtswidrig, nicht aber den Polizeieinsatz an sich.

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300 Aktionen zum Mitmachen

Den Lieblingsplatz im Kiez von Müll befreien, ein Sportfest für Menschen mit Behinderung unterstützen oder eine andere gute Tat leisten: Das können Berliner vom 9. bis 18. September. Bei 300 Veranstaltungen sind sie aufgerufen, ehrenamtliches Engagement zu zeigen. Die sechste Engagementwoche organisiert die Landesfreiwilligenagentur in diesem Jahr unter dem Motto „Menschenrechte leben – engagiert“. Die Mitmach- und Info-Veranstaltungen sollen kurz vor den Landtagswahlen am 18. September auch auf politisch relevante Themen wie den Klimawandel aufmerksam machen.
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Einschränkungen auf Mariendorfer Damm bis Jahresende

Auf dem nach einem Wasserrohrbruch gesperrten Mariendorfer Damm dauern die Bauarbeiten noch bis Jahresende an. Betroffen ist die Fahrbahn stadtauswärts, wo nun die Sanierung zweier Abwasserdruckleitungen vorgezogen wird. Wie die Berliner Wasserbetriebe (BWB) am Freitag mitteilten, liegen die Kosten bei vier Millionen Euro. Die Fahrspuren stadteinwärts sollen demnach wie geplant Ende August wieder freigegeben werden. Mit der Verkehrslenkung werde besprochen, in welche Richtung der Verkehr dann geführt wird. Teile der Einfallstraße im Süden Berlins waren am 5. August nach dem Bruch eines Abwasserrohrs unterspült worden. 

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Arbeiten auf sechs S-Bahnlinien - Teilweise Busse im Einsatz

Bauarbeiten und die Suche nach Sprengkörpern aus dem Zweiten Weltkrieg sorgen am Wochenende auf sechs Berliner S-Bahnlinien für Einschränkungen und Teilausfälle. Von Freitagabend bis Montagmorgen sind laut S-Bahn Berlin wegen Gleis- und Weichenarbeiten sowie einem Wechsel der Software die S2 und S25 betroffen. Zwischen den Bahnhöfen Marienfelde und Südkreuz fahren auf der S2 Busse, auf der S25 sind sie zwischen Teltow Stadt und Südkreuz statt der Züge im Einsatz. An der Greifswalder Straße wird nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Hier gibt es deshalb von Freitagabend an Einschränkungen und Fahrzeitverlängerungen auf den Ringbahnlinien S41 und S42 sowie der S8 und der S9.

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Jetzt schon fast 3000 Wunschzettel im Weihnachtspostamt 
Mehr als vier Monate vor Heiligabend sind im größten deutschen Weihnachtspostamt in Himmelpfort (Oberhavel) schon fast 3000 Wunschzettel eingetroffen. Viele seien von Kindern eingeworfen worden, die mit ihrer Familie einen Ausflug in den Ort gemacht haben, viele seien aber auch mit der Post geschickt worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Post am Donnerstag. Das Weihnachtspostamt nimmt eigentlich erst Mitte November seine Arbeit auf. Auf den Weihnachtsmann und seine 20 Helfer wartet dann jede Menge Arbeit. Alle Briefe werden gelesen und beantwortet. Im vergangenen Jahr gingen in Himmelpfort 302.000 Wunschzettel ein.

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Brandenburger nutzen immer häufiger Beschwerde-Portal
Brandenburger nutzen immer häufiger das Internet-Portal „Maerker“ der Kommunen, um sie auf Mängel hinzuweisen. Die Zahl der Seitenabrufe ist seit dem Start im Jahr 2009 stetig gestiegen, 2015 waren es mehr als 1 800 000, wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte. 2013 seien es etwa 750 000 weniger gewesen. Über ein Formular können Brandenburger auf dem Portal eine Meldung an ihre Stadt, Gemeinde oder Amtsverwaltung machen. Mehr als die Hälfte der Beschwerden werden den Angaben zufolge im Bereich Straßen und Wege gemacht. Im Winter gehe es zumeist um ungeräumte Straßen. Aber auch defekte Straßenlaternen und wilde Deponien würden gemeldet. 

18. August 

Historiker Ernst Nolte gestorben

Nach kurzer Krankheit ist der Historiker Ernst Nolte (✝93) in einer Berliner Klinik gestorben. Zu Lebzeiten war er umstritten. Er löste vor 30 Jahren den Historikerstreit aus. Damals behauptete er, der Nationalsozialismus sei eine Reaktion auf die „existenzielle Bedrohung“ Deutschlands durch die russische Revolution gewesen. Bis zum Ruhestand lehrte Nolte an der FU Berlin.

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Mehr als 15.600 S-Bahn-Fahrten in Berlin ausgefallen
Bei der Berliner S-Bahn sind im ersten Halbjahr genau 15.655 Zugfahrten ausgefallen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten der Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine Parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Stefan Gelbhaar hervor. Als häufigste Gründe wurden Störungen an den Fahrzeugen und Personalprobleme genannt. Der Geldwert der nicht gefahrenen Kilometer lag bei knapp sieben Millionen Euro. Der Senat müsse eine verbindliche Vereinbarung mit der Bahn abschließen, um das Angebot zu verbessern, forderte Gelbhaar. Auch bei Straßen- und U-Bahnen sowie Bussen lief den Angaben zufolge nicht alles rund. Die ausgefallenen Leistungen der Berliner Verkehrsbetriebe summierten sich demnach in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf einen Geldwert von rund 1,6 Millionen Euro. 

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In Berlin haben Frauen mehr Vorbehalte gegen Muslime

Die AfD geht vor den Landtagswahlen mit Anti-Islam-Slogans auf Stimmenfang. Damit dürften sie in Mecklenburg-Vorpommern vor allem bei Männern punkten, in Berlin eher bei Frauen. Denn eine Auswertung von Studien zur Muslimfeindlichkeit, die der Mediendienst Integration am Donnerstag veröffentlichte, zeigt: In Mecklenburg-Vorpommern, wo kaum Muslime leben, haben Männer mehr Vorbehalte gegenüber Muslimen. In Berlin, wo sich Muslime und Nicht-Muslime im Alltag häufiger begegnen, findet man muslimfeindliche Einstellungen dagegen stärker bei Frauen. Wie das zu erklären ist, sei noch umstritten, sagte Daniela Krause vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung in Bielefeld. Eine mögliche Erklärung für die Skepsis der Berliner Frauen sei die von einigen Muslimen tatsächlich oder vermeintlich vertretene Haltung zum Verhältnis von Mann und Frau. 

17. August 

IGA-Gelände: Hai-Alarm in Marzahn

Gartenbau-Praktikant Adam stellt auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) einen Haifisch-Kopf auf. Die Holzfigur ist eine von vielen, die den Wasserspielplatz verschönern sollen. Mit 6000 Quadratmetern Fläche wird er der größte Berlins sein. Die IGA öffnet am
13. April 2017 die Pforten. Die Veranstalter versprechen bis dahin ein Feuerwerk der Farben. Gepflanzt wurden 6.000 Rosen, Gehölze und 35.000 Stauden.

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Neues Schiffshebewerk nicht vor 2018 fertig
Mit der Fertigstellung des neuen Schiffshebewerks Niederfinow wird nicht vor 2018 gerechnet. Äußerlich fast komplett, läuft aktuell der Innen- und Maschinenausbau, wie das Wasserstraßen-Neubauamt am Mittwoch mitteilte. Da noch nicht alle notwendigen Bauteile angeliefert seien, könne mit dem Probebetrieb nicht vor Ende 2017 begonnen werden, sagte der zuständige Sachgebietsleiter Peter Huth.
Ursprünglich sollte das neue Schiffshebewerk bereits 2014 in Betrieb gehen. Die Arbeiten hätten sich jedoch aufwendiger gestaltet als erwartet, hieß es. Mit Hilfe des 55 Meter hohen Neubaus können bis zu 110 Meter lange und bis zu 11,40 Meter breite Schiffe auf der Havel-Oder-Wasserstraße im Barnim einen Höhenunterschied von 36 Metern überwinden und damit von und nach Polen gelangen. Das Bauwerk funktioniert wie ein Fahrstuhl. 

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