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Kinderschänder Thomas W.: Jetzt schmort er in der Knasthölle

lübben

Thomas W. aus Lübbenau wurde in 152 Fällen des sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochen. 

Cottbus -

Vier Wochen lang suchte die Polizei nach einem behinderten Jungen (14). Sie fanden ihn schließlich in der Wohnung von Thomas W. (54) – sexuell missbraucht. Für 152 Fälle, darunter auch sein Pflegesohn, schmort der Kinderschänder nun über sieben Jahre im Knast.

Die Spreewaldstadt Lübbenau im Sommer 2014: Ungewissheit und Bangen bestimmten den Alltag. Justin, ein geistig behinderter Junge, war spurlos verschwunden. Doch die Polizei blieb hartnäckig. Als Ermittler das dritte Mal bei einem Bekannten des 14-Jährigen vor der Türen standen, fanden sie Justin hinter einer Schrankwand. Es war die Wohnung von Kraftfahrer Thomas W., der sofort festgenommen wurde.

Daraufhin war der Prozess gegen den Kinderschänder im Oktober 2015 eröffnet worden. Gestern wurde nun endlich das Urteil verkündet. Demnach ist das Landgericht Cottbus davon überzeugt, dass Thomas W. den Jungen immer wieder missbrauchte.

Dabei ging der 54-Jährige besonders perfide vor. Er hatte seine Tochter als Lockvogel benutzt, um so an den Jungen heranzukommen. Mit Computerspielen hielt er ihn dann in einer Wohnung. Im Schlafzimmer sei es dann zu ersten Übergriffen gekommen, so Richter Christian Eicke.

Monatelang hatte sich Thomas W. auf diese Weise an den 14-Jährigen vergangen. Als ihm das nicht mehr genügte, versteckte er Justin bei sich und missbrauchte ihn vier Wochen lang. Dabei nutzte er die Behinderung des Jungen aus, um ihn unter Druck zu setzen. 

Für Kindesentziehung und sexuellen Missbrauch in 152 Fällen wurde W. zu sieben Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Strafhöhe bezieht sich auch auf den Missbrauch seines ehemaligen Pflegesohnes.