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Montag, 25. Juni 2012

Ab dem 1. Juli: TÜV wird härter – Prüfer machen Probefahrt


Die begehrte Plakette wird aufs Nummernschild geklebt. Ab dem 1. Juli ändert sich einiges bei der Hauptuntersuchung.
Die begehrte Plakette wird aufs Nummernschild geklebt. Ab dem 1. Juli ändert sich einiges bei der Hauptuntersuchung.
Foto: dapd

Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) gibt es zum 1. Juli mehrere Änderungen.

So weist der Prüfer den Halter eines Autos künftig auch auf drohende Mängel hin.

Mit dem Stichtag werde im Prüfbericht die neue Kategorie „Hinweis“ eingeführt, teilte die Prüforganisation KÜS in Losheim am See mit.

So habe der Sachverständige die Möglichkeit, auf sich abzeichnende Probleme - etwa durch Verschleiß oder Korrosion - aufmerksam zu machen. Der Halter bekomme konkrete Reparaturtipps.

Hauptänderung bei den HU-Regeln ist aber der Wegfall der Rückdatierung.

Fahrzeuge erhalten ab Inkrafttreten der Neuregelungen immer die volle Plakettenzeit, die bei privat gehaltenen Pkw bei zwei Jahren liegt.

Bisher wurde auf das eigentliche Fälligkeitsdatum zurückdatiert, wenn der Halter zu spät zur HU vorfuhr.

Wer die HU ab 1. Juli deutlich überzieht, für den kann es teurer werden. Künftig soll ein Aufschlag von 20 Prozent auf die reguläre Prüfungsgebühr erhoben werden, wenn der Fahrzeughalter mehr als zwei Monate in Verzug ist.

Derzeit verlangen die Prüfgesellschaften nach Angaben des Auto Club Europa (ACE) je nach Bundesland zwischen 57 und 63 Euro.

Schon bislang riskieren nachlässige Autofahrer Verwarngelder, Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und Ärger mit der Versicherung.

Probefahrt durch Sachverständigen wird Pflicht.

Zu den weiteren Neuregelungen gehören eine verpflichtende Probefahrt durch den Sachverständigen und die einheitliche Mängeldokumentation durch Prüforganisationen wie TÜV, Dekra oder GTÜ. Die KÜS sieht in der Reform „einen Beitrag zu noch mehr Verkehrssicherheit“.

HU wird vermutlich teurer.

Mit der Neuregelung könnte die HU für Halter ohnehin teurer werden. „Mehrere Anbieter werden die Umstellung für leichte Gebührenerhöhungen nutzen“, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner.

Der ACE rechnet im Schnitt mit rund 4 Euro Mehrkosten für Haupt- und Abgasuntersuchung, die seit 2010 in einem Schritt gemacht werden. Bei den Gebühren würden die Prüforganisationen aber darauf achten, die Schallmauer von 100 Euro nicht zu durchbrechen, erwartet der ACE-Sprecher.

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