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Nur Menschen foltern aus Spaß


Die Islamisten in Afghanistan haben gedroht, die deutschen Geiseln zu töten. Die Taliban, aber auch die Saudis, pflegen die Todesstrafe - je nach Geschlecht - durch Steinigung oder Kopfabschlagen zu exekutieren. Ein Rundfunkkommentator nannte dies vorgestern eine "Bestialität" und ein paar Sätze weiter sprach er davon, diese Leute würden sich wie die Tiere benehmen. Wirklich wie die Tiere? Auch Tiere töten, aber vorsätzlich, ausgeklügelt, mit vollem Bewusstsein, mit Freude und mit Spaß am Foltern? Das machen nur Menschen. Und wie sie Tiere behandeln, dressieren (quälen) und schlachten, gibt Auskunft über Wesen und Charakter der betreffenden Menschen und die Zivilisation, in der wir leben. Ob jüdisches, muslimisches Schächten oder deutsches Schlachten - man sollte die Hand nicht herumdrehen. Sie sind unvermeidbar, wenn die Menschheit überleben soll. Aber wie wird geschlachtet und geschächtet? Forellen, Schnecken (Deutschland) oder Hunde (China, Korea), Hummer und Krebse (USA, Frankreich) lebendig zu kochen - wie soll man eigentlich das nennen? Konrad Lorenz, der akademische Lehrer vieler Verhaltensforscher, nennt die Fließbandhaltung von Tieren eines der "schandhaftesten Kapitel der menschlichen Kultur": "Wenn Sie jemals vor einer Tiermastanstalt gestanden und gehört haben wie Hunderte von Kälbern 'Mamaaa schreien", wenn Sie den Notruf des Kalbes verstehen, dann haben Sie genug vom Menschen." Wer sind die Bestien? - die Tiere oder die Menschen? Hören wir auf, die Tiere zu beleidigen.

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