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Der Tod kam an Keith Odors erfolgreichstem Wochenende


BERLIN - Keith Odor ist das zwölfte Opfer der 74jährigen Geschichte der Avus. Um 0:56 Uhr in der Nacht zum Montag erlag der Brite im Universitätsklinikum Steglitz seinen schweren Verletzungen, die sich der 33jährige beim Rennen zum D 1 -Super-Tourenwagencup zugezogen hatte. Nach erfolgreicher Operation kam es zu einer plötzlichen Gehirnblutung, an der Keith Odor verstarb. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, untersucht derzeit das Unfallauto. Das Wochenende hatte für den Nissan-Piloten toll begonnen. Im Samstagtraining fuhr er seine erste Pole-Position ein, feierte im Sprintrennen den ersten Saisonsieg. Im Hauptrennen dann die Tragödie: Um 12:56 Uhr gerät Odor aus bisher ungeklärter Ursache von der Strecke ab, knallt in die Leitplanken. Von dort wird der Wagen auf die Strecke zurückgeschleudert. Vier nachfolgende Fahrer können dem Nissan gerade noch ausweichen. Der fünfte, Frank Biela, nicht mehr. Mit über 200 Sachen kommt er mit seinem Audi aus der Kurve, steuert voll auf die Fathrerseite des Nissans zu. Die Vollbremsung läßt wenige Meter vor dem Zusammenprall die Reifen qualmen, dann kracht es. Sieben Sekunden nach Odors eigenem Crash. Während sich Biela selbst befreien kann, sitzt Odor knapp 30 Minuten lang schweruerletzt im Auto. Per Hubschrauber wird der Brite ins Klinikum Steglitz gebracht. Die Ärzte kämpfen um sem Leben, entfernen ein Hämatom unter der Hirnhaut und behandeln den Oberschenkelhalsbruch. Odors Frau Anita ist inzwischen in Berlin, bangt und hofft. Um 18.30 Uhr geben die Ärzte den erfolgreichen Verlauf der Operation bekannt. Doch in der Nacht verschlechtert sich Odors Zustand dramatisch, er stirbt. Keith Odor fuhr seit zehn Jahren Rennen. M. Fritzsche Der in Berlin verstorbene Brite Keith Odor (33) kurz vor dem letzen Rennen seiner Karriere. Fotos: Peters (5) Der Unfall, der bei Keith Odor (33) in der Nacht die Gehirnblutung auslöste: Frank Biela (r.) raste mit über 200 Sachen in den Nissan von Odor. Foto: IA Die Schlimme Unfall-Serie auf der Avus: Erst raste Soper in den BMW von Gindorf... ... der BMW von Steve Soper war nach dieser Aktion natürlich völlig schrottreif. Das hinderte aber den Aachener Sascha Maasen nicht, seinen Nissan zu demolieren. Unglaublich, Klaus Niezwiedz fuhr eine Runde mit demolierter Motorhaube vorm Fenster.

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