Am Sonntag fliegen die Albatrosse – wenn alles glatt läuft – mit dem dritten Sieg gegen die Skyliners aus Frankfurt in die Play-off-Finals der Bundesliga (18.05 Uhr, O2 World/Sport1). Es wäre die vorläufige Krönung einer gewagten Rettungsaktion.
Ende Januar war Alba am Boden, bekam vor allem auswärts ständig was auf die Flügel. Der Klub zog die Notbremse, warf Trainer Luka Pavicevic raus und holte für ihn den Israeli Muli Katzurin. Ein riskantes Manöver. Aber ein wohl letztlich gelungenes.
Katzurin schüttelte Alba durch, verordnete dem Team ein neues System. Das hieß zunächst: Schnell spielen, Spaß haben, Köpfe frei bekommen. Die Jungs nahmen's dankbar auf.
Nur wollte sich erst einmal nicht sofort Erfolg einstellen. Kein Wunder, Basketball ist ein kompliziertes Spiel. Das weiß keiner besser als ein 56-jähriger Trainer, der fast 30 Jahre im Geschäft ist und Meister in Israel, Polen und Tschechien wurde.
„Wir sind noch längst nicht da, wo wir hinwollen“, warnte Muli, dem ein befreites Lächeln bei der Arbeit stets so fremd scheint. Besonders nach schönen Siegen. Jetzt begann der Feinschliff, die wirklich harte Arbeit. Alle wussten: Erst in den Play-offs beginnt der Ernst der Saison.
Rückschläge im Viertelfinale gegen Oldenburg, auch gegen Frankfurt im Halbfinale, ließen immer wieder auch Zweifel aufkeimen. Es machte den Anschein, dass der Israeli Probleme hat, auf schwache Phasen seines Teams reagieren zu können. Aber letztlich fand Muli trotzdem immer wieder Lösungen.
Alba ist noch nicht am Ziel. Aber man ist weiter, als es vor vier Monaten abzusehen war. Kai-Uwe Zickerick

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