Auch zwei Tage nach dem Playoff-Viertelfinal-Aus in Würzburg (60:66) sitzt der Schock bei den Albatrossen noch tief. Der gestrige Vatertag war daher auch ohne Alkohol eher ein Kater-Tag.
Seit drei Jahren ist das einstige Aushängeschild des deutschen Basketballs nun schon ohne Titel. Der Trainerwechsel zu Gordon Herbert hat unterm Strich nichts bewirkt. Die neuen Stars, vor allem Kyle Weaver, haben enttäuscht.
Geschäftsführer Marco Baldi: „Nach einer schlaflosen Nacht haben wir uns ein bisschen regeneriert. Die Enttäuschung bleibt, aber wir werden die Ursachen jetzt nicht in Hektik und mit Emotionen analysieren. Fakt ist, dass wir unser Potential nicht abgerufen und unsere Möglichkeiten nicht optimal genutzt haben.“
Halbfinale hieß das Minimalziel. Die Spieler sprachen dagegen sogar vom Titel. Baldi: „Das schaffe ich aber nicht mit Worten, sondern mit Bereitschaft im Spiel. Trotzdem werden wir jetzt nicht alles zerreden. Das Team konnte ja phasenweise auch begeisternden Basketball spielen.“ Vor allem zu Hause gegen Bamberg (87:81) waren die Fans aus dem Häuschen.
Die Alba Dancers zeigen vollen Einsatz in jeder Sekunde auf dem Spielfeld – vorbildlich
Foto: City-PressBaldi: „Aber wenn es darauf ankam, haben wir versagt. Jetzt gegen Würzburg, davor beim entscheidenden Spiel um Rang zwei in Ulm. Und in eigener Halle darf man sich auch nicht aus dem Pokal verabschieden. Die mentale Stärke hatten wir in dieser Saison leider nicht.“
Personelle Konsequenzen sind trotzdem noch kein Thema. Baldi: „Bis zur nächsten Saison haben wir ja noch eine Menge Zeit, um alles richtig aufzuarbeiten. Die Mannschaft ist ja zunächst noch in Berlin. Wer wann in den Urlaub fliegt, werden wir in den nächsten Tagen entscheiden.“
Wohl auch, wer wann überhaupt zurückkommen soll. Von den Stammspielern haben nur Yassin Idbihi und DaShaun Wood einen Vertrag über die Saison hinaus.

Nach dem klaren Play-off-Aus gegen Bayern bleiben viele Fragezeichen bei Alba für die nächste Saison. Ob Coach Sasa Obradovic bleibt ist noch genauso unklar, wie die Zukunft der meisten Spieler. Bisher bleibt nur ein Profi sicher. Mehr...
