Hollis Price in voller Aktion. Der Spielmacher aus New Orleans heuerte insgesamt zweimal bei Alba an – doch am Schluss gab es Zoff!
ass ein Spieler (oder Trainer) bei den Alba-Basketballern überraschend die Koffer packen muss, ist fast schon zur Gewohnheit geworden. Doch einer der blitzschnellen Personalwechsel fällt den Albatrossen nun kräftig auf den Fuß.
Das Internationale Basketball-Schiedsgericht entschied, dass der Vorzeigeklub im Februar vergangenen Jahres Spielmacher Hollis Price zu Unrecht feuerte. Alba muss dem US-Boy jetzt insgesamt 82.500 Euro überweisen. Ein deftiges Debakel. Vor dem Prestigeduell in Bonn (Samstag, 20.05 Uhr, Sport1) hat Alba wirklich andere Sorgen. Doch der Fall Hollis übertönt alles andere.
85 Spiele im Alba-Trikot, fast 1000 Punkte (951 ganz genau), in zwei Berlin-Gastspielen – das sagt die nüchterne Statistik über Hollis Price. Alba-Fans erinnern sich vielleicht noch, dass der heute 32-Jährige nach dem Trainerwechsel von Luca Pavicevic zu Muli Katzurin ziemlich rasant entsorgt wurde.
Doch dann begann hinter den Kulissen ein übler, langwieriger juristischer Streit. Denn Alba sprach die Kündigung gegen den top-bezahlten Mann aus New Orleans fristlos aus. 210.000 Dollar garantiertes Jahresgehalt plus bis zu 75.000 Dollar Prämien, fest umrechenbar zu 175.000 Euro Salär und 62.500 Euro Zulagen, hatte Price in seinem Vertrag stehen.
Albas Begründung: Price hätte am 17. und 18. Februar 2011 insgesamt drei Trainingseinheiten verpasst. Damit habe er grob gegen seine Pflichten verstoßen.
Dumm nur, dass eine Abmahnung, die Alba dem Abschusskandidaten schickte, nie persönlich zugestellt wurde. Auch gab es keinen Beleg von Vereinsseite, dass das Schreiben wirklich schon drei Uhr nachmittags im Briefkasten des US-Legionärs lag und nicht, wie von Price behauptet, erst am nächsten Tag.
Zwei der Trainingseinheiten standen laut Price auch nur auf einem individuellen Trainingsplan, von dem er gar nichts gewusst habe. Albas Konter, der Fitnesstrainer habe den Spieler darüber informiert, ließ sich wiederum nicht beweisen.
Das Schiedsgericht des Weltverbandes Fiba unter Vorsitz von Schlichter Raj Parker entschied: Alba muss 85.000 Dollar Gehalt nachzahlen (110.000 hätten Price noch zugestanden), dazu 17.750 Euro Rechtskosten übernehmen. Macht: 82.500 Euro. Ein Volltreffer für die Vereinskasse in dem Moment, in dem ein guter Center fehlt.
Da hilft auch nicht, dass Alba im Gegenzug 634 Euro und 58 Cent von Hollis Price zurückbekommt. Darunter 35 Euro für nicht bezahlte Strafzettel ... LOR/KUZ

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| Mannschaft | Körbe | Punkte | ||||
| 1 | Brose Baskets | 3033 | : | 2387 | 60 | |
| 2 | ratiopharm Ulm | 2778 | : | 2539 | 54 | |
| 3 | ALBA Berlin | 2825 | : | 2478 | 52 | |
| 4 | Artland Dragons | 2870 | : | 2655 | 48 | |
| 5 | FC Bayern München | 2672 | : | 2513 | 44 | |
| 6 | s.Oliver Baskets | 2431 | : | 2295 | 40 | |
| 7 | NY P. Braunschweig | 2645 | : | 2651 | 36 | |
| 8 | Baskets Bonn | 2730 | : | 2618 | 36 | |
| 9 | FRAPORT SKYLINERS | 2347 | : | 2337 | 34 | |
| 10 | Oldenburg | 2736 | : | 2755 | 32 | |
| 11 | Eisbären Bremerhaven | 2626 | : | 2731 | 32 | |
| 12 | Tigers Tübingen | 2628 | : | 2719 | 30 | |
| 13 | BBC Bayreuth | 2357 | : | 2643 | 24 | |
| 14 | TBB Trier | 2297 | : | 2509 | 22 | |
| 15 | Phoenix Hagen | 2689 | : | 3016 | 22 | |
| 16 | EnBW Ludwigsburg | 2601 | : | 2655 | 20 | |
| 17 | Gießen 46ers | 2341 | : | 2645 | 18 | |
| 18 | BG Göttingen | 2327 | : | 2787 | 8 | |