Das Treffen mit den Fans Dienstagabend im General Dealer Club war Dirk Zinglers schwerster Gang als Präsident von Zweitligist 1.FC Union. Vor rund 300 Eisernen in Oberschöneweide erklärte er seinen Wehrdienst vor fast 30 Jahren, den er beim Stasi-Wachregiment in Berlin ableistete. Ausgerechnet beim Mielke-Ministerium. Für Union-Fans schwer zu ertragen, doch Zingler stellte sich engagiert der Diskussion.
Mit beiden Händen hielt Zingler das Mikro fest. Irgendwie unsicher schaute er ins Publikum. Den fragenden Blicken aus dem Publikum stellte er gleich entgegen: „Ich kann nur mit meiner Biographie antworten. Ich kann sie nicht ändern.“
Offen erklärte der Präsident, wie es 1983 zum Wehrdienst beim Stasi-Wachregiment kam. Es sei eine Entscheidung gewesen, um in Berlin bleiben zu können. Keine Scheu zeigte Zingler, sich auch selbst in Frage zu stellen: „Natürlich tue ich das. Vor allem frage ich mich, warum andere in dem Alter mehr wussten als ich damals.“ Doch ganz klar grenzte sich der Präsident von IMs und hauptamtlichen Stasi-Spitzeln ab: „Mein Wehrdienst endete im März 1986 und seitdem hatte ich keinen Kontakt mehr zur Stasi.“ Das war die Antwort, die die Union-Fans hören wollten. Die ihnen das letzte bisschen Unsicherheit nahm.
Dirk Zingler zeigte sich sehr mit sich im Reinen. Die Vielschichtigkeit von Lebensläufen in der DDR kennt er auch aus seiner Familie. Der Vater war Betriebsdirektor, die Tante stellte einen Ausreiseantrag und ging in den Westen. Während er drei Jahre Wache stand, hatte sein Bruder verweigert und musste als Spatensoldat schuften. Eine Erinnerung, die ihn sichtlich aufwühlte. „Aber trotzdem sind wir eine Familie.“
Richtig getroffen zeigte sich Zingler von dem Zusammenhang, der zwischen seinem Wehrdienst und seiner Tätigkeit als Union-Präsident knapp 30 Jahre später gezogen wurde: „Ich wurde als Eiserner auf den Rängen des Stadions geprägt. Das hatte nichts mit meiner Wehrdienstentscheidung zu tun.“
„Meine Biografie ist, wie sie ist.
Dem einen gefällt sie, dem anderen nicht. “
„In meiner Stasi-Akte steht, dass ich 73 Kilo wog. Meine Frau wollte das nicht glauben.“
„Mir war egal, ob das Ministerium Mielke, Honecker oder dem Papst unterstand.“

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||