Er kam vom VfL Bochum. Es sollte die große Rückkehr eines verlorenen Sohnes werden. Vor acht Jahren verließ Björn Kopplin (23) den 1.FC Union, jetzt ist er wieder zurück. Doch das Comeback an der Alten Försterei beginnt mit ganz viel Schmerzen – Schambeinentzündung bei Kopplin.
Trainer Uwe Neuhaus schaut sorgenvoll, wenn er auf den Verteidiger zu sprechen kommt: „Es war sicherlich nicht förderlich, dass er in Bochum immer nur gespielt hat und unter der Woche nicht trainieren konnte und erst spät operiert wurde.“
Alle hoffen, dass Kopplin nicht mehr lange unter der fiesen Verletzung leiden muss. Der Blondschopf würde lieber mit der Mannschaft Gas geben. Stattdessen macht er Einzeltraining mit Physiotherapeut Hendrik Schreiber. Erst im Kraftraum, jetzt immerhin schon draußen auf dem Rasen.
Es verläuft eben nicht alles nach Wunsch. So wie mit seiner Rückennummer. „Ich wollte eigentlich die 2 haben. Aber die trägt bei Union schon irgend so ein kleiner Spieler.“ Kleiner Scherz. Natürlich weiß Kopplin, dass nicht irgend so ein kleiner Spieler die 2 hat, sondern Publikumsliebling Christopher Quiring.
Union-Präsidiumsmitglied Dirk Thieme, Innensenator Frank Henkel und Präsident Dirk Zingler versenken die eiserne Schatzkiste im neuen Tribünen-Fundament.
Foto: City-PressJetzt trägt er die 13 und die Zahl hat ihm bisher Pech gebracht. Warum jetzt die 13? „Weil sie frei war. Ist doch keine schlechte Nummer für einen Ossi“, so Kopplin. „Ballack hat sie doch auch getragen.“
Kopplin hat seine Wurzeln nicht vergessen, obwohl er vor acht Jahren in die große Welt zum FC Bayern ging. Damals war 15 Jahre alt. Acht Jahre später ist er wieder an der Wuhlheide und sucht sein Glück – trotz Schmerzen.

Alle Spieler beim 1. FC Union sehnten das Saisonende herbei. Alle? Nein, Steven Skrzybski (20) bestimmt nicht. Mehr...
