David gegen Goliath. Oder Irland gegen Spanien. Eine glasklare Angelegenheit. Aber ist das wirklich so? Der KURIER fragte bei einem, der das wissen muss, nach: Unions Patrick Kohlmann (29).
„Die Iren müssen darauf hoffen, dass sie irgendwie in den spanischen Strafraum gelangen und einen Elfmeter bekommen“, meint Unions fünffacher irischer U 21-Nationalspieler. Also keine Hoffnung für die Trapattoni-Elf? „Nein, aber sie werden bis zum Schlusspfiff kämpfen“, ist sich Kohle sicher.
Er selbst wird das Spiel mit seiner Frau Katharina, seinem Sohn Liam und seiner Mutter Philomena in seiner Geburtsstadt Dortmund verfolgen. „Klar drücken wir Irland die Daumen, aber es ist schon ein großer Erfolg, dass sie bei der EM dabei sind. Wir sind auch nicht enttäuscht, wenn nach der Gruppenphase Schluss ist.“
Wie sieht es denn eigentlich mit den eigenen internationalen Plänen aus? „Ach, die Zeiten sind vorbei. Ich schaue die Spiele als Fan, aber nicht mit dem Hintergedanken, vielleicht mal für die Iren berufen zu werden.“ Aber: Sollte Traps Nachfolger mal eine Dienstreise nach Berlin brauchen, ein Besuch im Stadion an der alten Försterei wäre ein gutes Alibi.

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