Freitag, 3. Februar 2012
Schiri mit Tomaten auf den Augen

So gut hat Union noch nie verloren

Von S. Fiebrig

Foto: dapd
Paderborn –  

Nico Schäfer war nach der 2:3 Pleite gegen den SC Paderborn stocksauer. „So eine Sch ...!“, rief der Manager des 1.FC Union wutentbrannt nach Abpfiff in den Stadionkatakomben.

Die Eisernen hatten eine tolle Leistung gezeigt, endlich ihren Torfluch in Paderborn gebrochen. Nützte nichts. Weil Robert Kempter, der Schiri mit den Tomaten auf den Augen, etwas dagegen hatte.

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Mattuschka:

„Mein Gelb-Rot ist unglücklich“Torsten Mattuschka: „Wenn der Schiri gewusst hätte, dass ich schon Gelb habe, gibt er mir keine zweite. Er war heute sehr unglücklich in vielen Situationen. Aber ich muss der Truppe ein Kompliment machen, so wie sie heute gespielt hat: aggressiv, lauffreudig. Wir haben uns nie aufgegeben.“

„Wir bekommen einen Elfmeter gegen uns, der keiner war und keinen für uns, der einer war“, haderte Uwe Neuhaus. Beim 1:0 per Elfer hat der Trainer wie so viele kein Foul von Karl gesehen. Dafür zum Ende der ersten Hälfte ein ganz klares Handspiel von Daniel Brückner im Union-Strafraum. Kempter war anderer Meinung.

Union zeigte Moral und kam durch einen genialen Freistoß von Torsten Mattuschka aus 30 Metern zum Ausgleich. Ein Patzer von Ahmed Madouni ermöglichte Paderborn zwar in der zweiten Hälfte das 2:1 durch Brückner, aber schon beim 3:1 hatte wieder der Schiri seine Finger im Spiel. Madouni spielte klar den Ball, doch Kempter pfiff Freistoß. Den verwandelte Meha direkt.

Union verliert gegen Paderborn

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Union-Keeper Jan Glinker war fassungslos: „Da waren ein paar kuriose Entscheidungen dabei.“ Wie auch das 3:2 durch Silvio, der eine Hereingabe über die Linie drückte. Doch zugegeben: Auch dieses Tor hätte wegen Fouls von Chinedu Ede nicht zählen dürfen.

Als Mattuschka in der 78. Minute Gelb sah, verlor der Referee endgültig die Übersicht. Erst beim Notieren fiel ihm auf, dass Unions Kapitän schon verwarnt war. Also musste er Tusche zum Duschen schicken. Für ein harmloses Foul. „Das zieht jeder Mannschaft irgendwann den Nerv“, so ein sichtlich fassungsloser Neuhaus. Doch die kämpferisch und läuferisch tolle Leistung macht Mut für das Spiel in einer Woche gegen Dresden.

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