Er hätte sie gerne hinter sich, die quälende Vorbereitungszeit. Torsten Mattuschka, Unions Kapitän und Dampfplauderer Nr.1 fiebert dem Zweitligastart am 6. August in Kaiserslautern entgegen. Doch am Sonnabend rollt erstmal der Ball im Test beim VfB Pommern Löcknitz (15 Uhr).
Sogar der Hammerauftakt mit allen drei Absteigern in den ersten sechs Partien schreckt ihn nicht. „Das ist doch gut. Dann wissen wir gleich, wo wir stehen.“ Außerdem seien die Großen auch noch nicht richtig eingespielt. „Am ersten Spieltag ist es sicherlich einfacher, auf dem Betzenberg was zu reißen, als mitten in der Serie“, so der 31-Jährige.
Auch auf das Derby gegen Hertha BSC am 3. September freut er sich schon. „Schade, dass der Aerts weg ist. Bei dem musste man einfach nur draufhalten. Die neuen Bälle nehmen gut Schnitt an. Da werden die Torhüter einige Probleme bekommen“, möchte er ähnlich wie beim legendären 2:1 im Olympiastadion im Februar 2011 den einen oder anderen Freistoß in die Maschen hauen.
Tusche strahlt Optimismus aus, ist überzeugt davon, dass Union eine ähnliche gute Rolle spielen kann wie in der Vorsaison. „Wir sind als Truppe gefestigt. Und wenn Björn Kopplin und Daniel Haas erst einmal richtig fit sind, wird uns das nur weiterhelfen. Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen.“
Weiter als das gehen seine Planungen nicht. Auch nicht privat. Töchterchen Miley wird noch ein bisschen als Einzelkind zurecht kommen müssen. „Der Betrieb ist erst einmal eingestellt“; merkte er launig an. Und schob sofort – mit todernster Miene – eine Begründung nach: „Mir sind die kleinen blauen Pillen ausgegangen.“ Typisch, Tusche. Immer einen Scherz auf den Lippen.

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