Neustart in die Zweite Liga. Am Freitag beginnt die Saison und am Montagabend (20.15 Uhr) wird es auch für den 1. FC Union in Kaiserslautern erstmals richtig ernst. Der KURIER erklärt, was sich bei den Eisernen alles verändert hat.
Wer in Köpenick bei Union vorbeischaut, kommt an den vielen Baukränen gar nicht vorbei. Die Alte Försterei verwandelt sich in die Neue Försterei.
Doch im Gegensatz zum Stadionbau vor vier Jahren zieht die Mannschaft nicht in ein anderes Stadion um. Ein neues Gefühl für die Anhänger: Die Saison ist eine Baustelle.
Union-Präsidiumsmitglied Dirk Thieme, Innensenator Frank Henkel und Präsident Dirk Zingler versenken die eiserne Schatzkiste im neuen Tribünen-Fundament.
Foto: City-PressDafür rücken die Union-Fans gerne zusammen. Denn durch den Wegfall der Plätze auf der Haupttribüne schrumpft das Fassungsvermögen des eisernen Wohnzimmers. Nur noch 16 750 Fans passen rein. Deshalb wird es noch häufiger als in der Vergangenheit heißen: Ausverkauft!
Die treuen Anhänger haben natürlich vorgebaut und sich mit Dauerkarten eingedeckt. So zahlreich, dass der Klub die Notbremse ziehen musste. Bei 8.000 verkauften Saisontickets war Schluss. Ein ganz neues Gefühl bei Union, das man sonst nur von den ganz großen Klubs wie Schalke oder Dortmund kennt. Die 8.000 sind selbstverständlich neuer Vereinsrekord!
Doch nicht nur auf den Rängen, sondern auch beim Blick auf den Rasen tut sich Neues auf. Gleich fünf Spieler verpflichteten die Eisernen. Größte Überraschung dabei: Daniel Haas (28) als neue Nummer 1 im Tor. Roberto Puncec (20) und Fabian Schönheim (25) kamen für die Innenverteidigung, Adam Nemec (26) für den Sturm. Zusätzlich kehrte Ur-Unioner Björn Kopplin (23) zurück an die Alte Försterei.
Ein ganz neues Gefühl ereilte die Klub-Bosse, als sich plötzlich ein Bundesligist für einen Spieler im rot-weißen Dress interessierte. Ungern ließen sie Chinedu Ede zum FSV Mainz 05 ziehen. Den Abschiedsschmerz lindert aber die Rekordablöse von knapp 1,4 Millionen Euro.
Überhaupt das Geld! Jahrelang konnte Union keine großen Sprünge machen. Jetzt aber zahlt sich das eiserne Wirtschaften aus. Präsident Dirk Zingler plant die neue Saison mit dem Rekord-Etat von 18 Millionen Euro. Das schlägt sich auch im neuen Selbstbewusstsein nieder. Während sonst mit konkreten Saisonzielen gegeizt wurde, soll es dieses Jahr Platz fünf bis sieben werden.
„Stopp!“, rufen jetzt sicher die Union-Fans. Und sie haben Recht. Natürlich wirbeln die Eisernen nicht alles durcheinander. Drei Dinge sollen auf jeden Fall in der neuen Saison bleiben: Der dienstälteste Zweitliga-Trainer Uwe Neuhaus (seit 2007 bei Union), die fantastische Stimmung an der Alten Försterei und die Stadtmeisterschaft nach den Derbys gegen Hertha ... SF

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