1. FC Union
Der 1. FC Union ist Berlins Fußballverein aus Köpenick. Alle Infos zum Team und zur Saison der Eisernen. Die KURIER-Sportredaktion berichtet hautnah aus der alten Försterei

Berliner KurierSport 1. FC Union
Samstag, 29. September 2012

Sieg im Ostderby gegen Energie: So geil! Union feiert flotten Dreier

Von Mathias Bunkus

Berlin –  

Was für ein Fußballfest. Was für ein Berlin-Brandenburg-Derby. Mit einem zweifelhaften Elfmeter. Mit Roten Karten. Mit Kampf und Spielwitz. Und am Ende mit einem richtig geilen Dreier für die Eisernen. Union bezwingt Energie Cottbus per Dreierpack mit 3:1 (1:0).

Die Alte Försterei kochte. Ausverkauft. Zum vierten Mal in Folge! Die richtige Kulisse für ein Match, das es in sich hatte. Und es begann so schön. Bei Simon Terodde ist der Knoten geplatzt. Flanke Torsten Mattuschka, der gegen seinen Ex-Klub aufdrehte wie einst im Mai, Terodde war zu Stelle (35.). „Ich habe alles reingeworfen, was ich hatte und er war drin“, freute sich Unions Topscorer. Zehn Tore, alle in diesem Kalenderjahr.

Nach Wiederanpfiff merkte man, warum Energie zu recht oben in der Tabelle steht. Ruck, zuck markierte Daniel Adlung den Ausgleich (50.). Sollte etwa?

Nein. Denn was in den letzten Wochen die Eisernen aus der Bahn geworfen hätte, war diesmal anders. Union fightete noch verbissener. Ackerte. Warf sich in die Schüsse. Konterte! Wollte das Glück erzwingen. Und so brachte Christopher Quiring seine Farben wieder in Front (55.).

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Das Stadion kochte. Doch das Tollhaus war noch nicht perfekt.

Fabian Schönheims Klärungsversuch im Strafraum an Boubacar Sanogo wurde von Schiri Deniz Aytekin als elfmeterwürdig erkannt. Die Rote Karte gab es als Zugabe wegen vermeintlicher Notbremse (70.). Eine Situation, die die ganze Partie zu kippen drohte. „Ich möchte nicht wissen, was dann noch passieren kann“, analysierte Energies Sportdirektor Christian Beeck trefflich die Situation.

Doch es passierte nix! Weil Daniel Haas im Tor der Eisernen über sich hinauswuchs. Nach einem Tipp von Tusche warf Haas sich in die richtige Ecke, entschärfte den Strafstoß des Ivorers („Was der Kapitän sagt, muss doch befolgt werden“) und hielt Union im Rennen.

Und mehr als das. Weil sich Energies Torschütze Adlung zu einer Linienrichter-Beleidigung hinreißen ließ. „Was bist du denn für ein Spast?“, will Mark Borsch vernommen haben. Aytekin zückte zum zweiten Mal Rot an diesem Nachmittag (76.).

Union hatte das bessere Ende. Kilometerfresser Björn Jopek verpasste Eisern in der Nachspielzeit mit dem 3:1 (90.+2) den finalen TORgasmus! Ein geiler Dreier!

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