Aachen kommt an die Alte Försterei. Samstag um 13 Uhr ist wieder Festtagsstimmung in Köpenick. Vier der letzten fünf Heimduelle gegen die Alemannen entschieden die Eisernen für sich. Und zu Hause haben sie mit drei Dreiern in Folge in der Liga eh einen Lauf. Was soll schon passieren? Das keiner trifft! Weil Stürmer Silvio verletzt ausfällt. Und sein Ersatz noch auf ein Ligator wartet. Auftrag an Simon Terodde: Werd’ endlich zum TORodde.
Beim 1:1 in Duisburg hatte Terodde einen Hundertprozenter auf dem Fuß, nachdem er für Silvio in der 25. Minute eingewechselt worden war. Aber der Torabschluss ist seine große Schwäche.
Union hat von seinen jüngsten vier Spielen nur eines verloren (zwei Siege, ein Unentschieden).
Die Misserfolgsquote nagt an dem zwar fleißigen, aber glücklosen 23-Jährigen. Geschlagene 621 Minuten wartet der 1,93 m große Stürmer bereits auf ein Erfolgserlebnis. Sein erster Treffer in einer Profiliga – in 15 Versuchen für den MSV Duisburg, den 1. FC Köln und Union – lässt weiter auf sich warten.
„Er hat sehr gut trainiert in den letzten Wochen. Deshalb bin ich guter Dinge. Aber ich weiß nicht, wie viele 1000 Gedanken ihm vor dem Tor durch den Kopf schießen“, meint Trainer Uwe Neuhaus.
Simon Terodde (r.) wird für Silvio eingewechselt.
Foto: dapdDabei ackert Simon für zwei. Seine Zweikampfwerte fallen um Längen besser aus als die der verletzen Kollegen Silvio oder John Jairo Mosquera. Die gewannen 36,1 Prozent ihrer direkten Duelle. Terodde konnte sich in 44,7 Prozent aller Zweikämpfe durchsetzen. Nur: Ein Stürmer wird an Toren gemessen.
Dass er es besser kann, als bisher gezeigt, MUSS er schon am Samstag gegen Aachen unter Beweis stellen. MB/DR

Natürlich ist ihm Berlin nicht fremd. Selbst im Exil in Frankfurt hatte er die Heimat immer dabei. Benny Köhlers rechten Unterarm ziert die Skyline der Hauptstadt als Tattoo. Auch über Union war der Neuzugang immer im Bilde. Mehr...
