Klar doch, der Ball ist rund. Und ein Spiel dauert immer 90 Minuten. Binsenweisheiten. Kennt jedes Kind. Es ist aber nicht die ganze Wahrheit. Denn es gibt immer wieder Augenblicke in einem Spiel, die den Ausgang maßgeblich beeinflussen. Unions Mittelstürmer Simon Terodde erlebte beim 0:1 gegen Braunschweig so einen Moment.
Es war ein Riese. Riese ist gar kein Ausdruck. Die 28. Minute, Zuckerpass von Silvio, Terodde steht mutterseelenallein vor Braunschweigs Keeper Davari und bleibt hängen. „Darüber mache ich mir auch heute noch Gedanken. Wenn wir da in Führung gehen, ändert sich das ganze Spiel“, ärgerte sich der 24-Jährige.
Für Simon Terodde ist mal wieder Braunschweigs Keeper Daniel Davari Endstation. Inklusive Bauchlandung.
Foto: City-Press GbRDenn in der Tat hätten sich die Hausherren in einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften viel leichter getan, wenn der Gegner hätte aufmachen müssen. So aber rannten die Eisernen später einem Rückstand hinterher und konnten ihn nicht wettmachen.
Was Terodde, ganz ehrliche Haut, sich auch ankreidet. „In zwei Spielen nur einen Torschuss zu haben, ist zu wenig. Man kann ja auch mal Chancen vergeben, aber dazu muss man sich auch erst mal wieder welche erarbeiten.“ In Lautern war er beim 3:3 noch ganz zufrieden mit sich. Weil er Räume öffnete. Oder die Vorarbeiten zu den Assists über ihn liefen. Gegen die Niedersachsen war davon eher nichts zu spüren.
Natürlich ist die Pleite kein Beinbruch. „Es liegt ja noch alles eng beieinander.“ Aber jeder weitere Rückschlag könnte die Stimmung ernsthaft trüben an der Wuhle.

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