Elfmeter! Eine Minute vor der Pause! Ein psychologisch wichtiger Moment. Und ein klarer Fall für Torsten Mattuschka. Oder Silvio! Nur: Unions etatmäßige Schützen standen gegen Dresden nicht auf dem Feld. Wohl aber ein 1,72 m großer Wirbelwind namens Christopher Quiring.
Dass er der Shooting-Star der Saison ist, ist nicht neu. Dass er mit Frechheit und Spielwitz den etatmäßigen Stürmern Beine macht, auch nicht. Die eigentlichen Torjäger Silvio und Mosquera haben auch nur ein halbes Dutzend Treffer erzielt. Sechs Treffer hat der Unbekümmerte jetzt ebenfalls auf dem Buckel. Da ist es nicht verwunderlich, dass das eiserne Eigengewächs schon in den Notizbüchern der Bundesliga-Scouts verewigt ist.
Doch gegen Dresden beim 4:0 bewies Quiring auch noch Mumm. Schließlich führten die Eisernen nicht schon mit drei oder vier Treffern. Es war eine Situation, die Spiele entscheiden kann! „Ich habe gesehen, dass der Schiri auf den Punkt gezeigt hat. Da bin ich hin zu Jan Glinker und habe mir die Kugel geholt. Wenn ich sie habe, gebe ich sie nicht mehr her“, grinste der 21-Jährige über sein Lausbubenstück. Denn Trainer Uwe Neuhaus hatte Markus Karl als Schützen vorgesehen. Und unmittelbar in der Szene meldete auch noch Tijani Belaid Ansprüche an. Vergeblich!
Neuhaus musste darüber schmunzeln. „Das finde ich gut, dass er sich den Ball geschnappt hat, Verantwortung übernommen hat. Aber er kann froh sein, dass er den auch reingemacht hat“, so der 52-Jährige.
Denn ein bisschen komisch sah das schon aus. „Ich glaube, er war selbst überrascht. Er hat vielleicht gar nicht damit gerechnet, dass er den Ball bekommt. So, wie er angelaufen ist, ist das eine gefährliche Sache. Da muss man richtig abgezockt sein, um den Ball dann auch zu machen. Ich glaube, dass es besser ist, einen festen Plan zu haben: Mit Tempo anlaufen und dann dem Ball auch Schärfe geben.“
Übrigens der einzige Punkt, in dem Quiring seinem Coach moderat widerspricht. „Ich hatte schon einen Plan. Ich will nicht sagen, dass ich den Torhüter ausgeguckt habe. Aber ich hatte mir vorgenommen, in die linke Ecke zu schießen.“
Drin ist drin. Und Neuhaus sollte es recht sein. Denn Silvios Anläufe sehen auch immer etwas seltsam aus. Und Tusche hat zwar oft einen Plan, ist aber damit auch schon mehrfach in den letzten beiden Spielzeiten vom Punkt gescheitert.

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||