Auch in Köpenick weiß man ganz genau: Die großen Fußball-Nachrichten aus Berlin schreibt in dieser Saison wieder Hertha BSC. Das mag manch einen Fan ärgern, die Klub-Verantwortlichen können damit gut leben. Denn der ständige Vergleich mit den Blau-Weißen in der vergangenen gemeinsamen Zweitliga-Spielzeit – ja sogar die inoffizielle Berliner Meisterschaft nach 1:1 und 2:1 gegen Hertha – hat die geplante, langfristige Entwicklung eher gelähmt als gefördert. Union ist selbstbewusst, aber nicht überheblich. Das ist kein neuer Charakterzug. Union ist einfach so. Seit es den Klub gibt. Die Entwicklung läuft. Das macht der Start in die neue Saison deutlich. Union hat spielerisch zugelegt und seine kämpferischen Stärken behalten. Und schafft es, seine Anhängerschaft mit Erlebnisfußball im heimischen Stadion zu begeistern. So wird die Alte Försterei langsam aber sicher zur eisernen Festung. Wenn jetzt noch auswärts der Knoten platzt, gehört Union zur Elite der Zweiten Liga. Im Schatten von Hertha wächst der Kultklub. Kaum merklich, aber beständig. Gut für Union, gut für Hertha, gut für Berlin!

Die Eisernen verabschieden sich mit einem Sieg in Bochum von ihren Fans. Mehr...
