Das närrische Treiben im Transferpoker zwischen dem 1. FC Union und Bundesligist FSV Mainz 05 um Chinedu Ede (25) geht in die nächste Runde. Jetzt wettert Mainz-Manager Christian Heidel: Union hat nicht die Wahrheit gesagt. Die Eisernen hätten gar nicht, wie behauptet, die vollen Transferrechte an ihrem Mittelfeldwirbler.
„Die Transferrechte liegen nicht zu hundert Prozent bei Union. Das wurde uns bisher anders dargestellt, und deshalb sind wir aus den Gesprächen ausgestiegen“, wirft Heidel den Eisernen unsaubere Verhandlungstaktik vor. „Das Thema Chinedu Ede ist für uns erledigt.“
Union-Präsidiumsmitglied Dirk Thieme, Innensenator Frank Henkel und Präsident Dirk Zingler versenken die eiserne Schatzkiste im neuen Tribünen-Fundament.
Foto: City-PressKonkret geht es darum: Als Ede 2010 ablösefrei aus Duisburg in die Wuhlheide wechselte, wurde vereinbart, dass der MSV für drei Jahre bei einem Weiterverkauf mitkassiert. Im Raum steht eine Zahl von deutlich über zehn Prozent des Transfererlöses. Diese Summe soll Mainz jetzt auf die von Union geforderten 1,4 Mio. Euro Ablöse draufpacken und nach Duisburg überweisen. Heiße Kiste!
Aber die Eisernen wissen: Nur weil Heidel den Transfer öffentlich begräbt, muss er noch lange nicht vorbei sein. Vielleicht wollte Mainz auch nur mitteilen, dass man auch als Bundesligist nicht jeden Preis zahlt. Es heißt nicht umsonst Transfer-Poker!
In dem die Eisernen momentan wohl die schlechteren Karten haben. Soll der Transfer noch über die Bühne gehen, müssen sie wohl oder übel ihre Vorstellungen von einem richtig großen Ablösesümmchen reduzieren. Denn klar ist: Ede ist ganz heiß auf Bundesliga. Sie war immer sein Ziel. Spätestens seit seiner Karriere in der U21-Nationalmannschaft.
Momentan trainiert Ede wegen muskulären Problemen nicht. Der dauerhafte Verlust eines seiner besten Spieler würde Trainer Uwe Neuhaus schmerzen. Deswegen beruhigt den Coach die vermeintliche Absage aus Mainz nicht: „Ich habe mitbekommen, dass es angeblich vorbei sein soll. Aber vielleicht ändert Christian Heidel wieder seine Meinung.“

Natürlich ist ihm Berlin nicht fremd. Selbst im Exil in Frankfurt hatte er die Heimat immer dabei. Benny Köhlers rechten Unterarm ziert die Skyline der Hauptstadt als Tattoo. Auch über Union war der Neuzugang immer im Bilde. Mehr...
