Kennen Sie Q? Den genialen Tüftler bei James Bond? Der ist dank seiner Erfindungen die Geheimwaffe des Superagenten. Unions Trainer Uwe Neuhaus hat auch so einen Q. Christopher Quiring bewies vergangene Saison – zumindest bis zu seiner Verletzungsmisere – auf dem Platz so viel Erfindungsgeist wie der Supertüftler im Geheimdienst Ihrer Majestät.
Q – wie Qualität. Klein, flink und frech spielte er sich in die rotweißen Herzen. Unvergessen, mit welcher Abgezocktheit er gegen Dynamo Dresden einen Elfer verwandelte. Sein 1:0 unmittelbar vor der Pause war der Türöffner für das spätere 4:0.
Doch Quiring weiß: Nichts ist so alt wie der Erfolg von gestern. Seine sechs Saisontore sind Makulatur. Er muss sich erneut beweisen. Und darauf hoffen, dass sein zweifacher Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert ist. „Ich spüre absolut nichts mehr. Auch bei Sprintübungen.“
Nicht wenige glauben, dass der 21-Jährige in der Rückrunde nach dem ersten Muskelfaserriss zu früh zurückkam. Quiring kontert: „Ich kann mir nix vorwerfen. Wenn die Ärzte sagen, dass alles okay ist und ich schmerzfrei trainieren kann, muss ich das als Pech abhaken.“ Aber eine gewisse Portion Ungewissheit schwingt jetzt mit. Anders als im Vorjahr ist Hauptkonkurrent Patrick Zoundi nicht durch eine Malaria geschwächt.
Natürlich ist es Neuhaus in den Tests nicht entgangen, dass Quiring noch ein Stück weit weg ist von Maximalform. „Das ist doch normal nach so einem halben Jahr. Ich schaue nur nach vorne“, sagt Quiring und schickt den Zweitliga-Konkurrenten neue Liebesgrüße aus Köpenick. Denn in einem ist sich der Flügelflitzer sicher: „Wenn ich gesund bin, schieße ich mehr als sechs Tore.“

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