Drei Gegentore beim 3:3 in Kaiserslautern! Man muss nicht herumreden, dass Daniel Haas, Torwart des 1. FC Union, das nicht schmeckt. „Ich bin nicht damit zufrieden“, sagt der 29-Jährige zu seinem Pflichtspieldebüt für die Eisernen. Und es gehört wenig Phantasie dazu, dass Haas es Sonntag gegen Eintracht Braunschweig (13.30 Uhr) besser machen will.
Sein Name ist Haas, er hält nix? Netter Kalauer, aber unfair! Denn der aus Hoffenheim gekommene Schlussmann war an allen drei Gegentreffern auf dem Betze schuldlos, zeigte eine durchaus ansprechende Leistung. Und doch wurmte es ihn. „Ich will immer zu Null spielen. Egal ob auswärts oder zu Hause“, fieberte der Unterfranke seinem Heimdebüt entgegen. „Ich freue mich drauf. Schon bei den Freundschaftsspielen hat man gemerkt, was für eine tolle Stimmung im Stadion ist. Und die Kollegen haben mir auch davon erzählt.“
Das Spiel gegen die Braunschweiger Löwen wird gleich zu einem Schnupperkurs in Sachen Union-Fan-Kultur. Denn die Alte Försterei ist so gut wie ausverkauft. Gerade mal 750 Restkarten waren von den 16 750 Tickets gestern noch zu haben.
Lampenfieber verspürt Haas nicht vor seiner Heimpremiere. Er wähnt sich schon jetzt angekommen. Zumal er sich von Anfang an bemühte, ein gutes Binnenklima mit seinem „Rivalen“ Jan Glinker herzustellen.
„Ich wusste bei Vertragsunterzeichnung , dass es eine pikante Situation ist. Schließlich ist Jan lange Jahre im Verein und hat einiges geleistet. Ich war mir zwar sicher, dass ich nicht schlecht aufgenommen werden würde, aber mit einer gewissen Skepsis beäugt werden würde“, so der 35-fache Bundesligaspieler. „Von daher war mir klar, dass der Weg zu den Herzen der Fans nur über Leistung führen kann.“
Die will er gegen die Niedersachsen an den Tag legen. Und mit einer festgehaltenen Null seinen Teil dazu beitragen, dass die Köpenicker ihren Fans – anders als in den letzten beiden Jahren – den ersten Heimsieg der Saison gleich zu Beginn schenken können.
