Die Gesichter auf der Ehrenrunde durch die ausverkaufte Alte Försterei sprachen Bände. Natürlich klatschten die Profis des 1. FC Union ihre Fans nach dem 0:2 (0:0) gegen St. Pauli ordnungsgemäß ab. Aber diesmal hatte es arg was von Pflichterfüllung. Denn in Gedanken waren die Köpenicker vor allem mit sich selbst beschäftigt.
Nicht, weil sie sich nicht bei ihrem treuen Publikum für ein tolles und friedliches Fest auf den Rängen bedanken wollten. Es geht also auch anders als zuletzt in Dortmund mit den Randale-Dresdnern! Aber arg nagte die Gewissheit, wieder mal von einem Ligarivalen die Grenzen aufgezeigt bekommen zu haben. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison.
„Heute hat hier die reifere Mannschaft den Sieg davongetragen. Wir haben versucht, mit unseren Mitteln dagegenzuhalten. Aber wir haben keinen Weg gefunden, St. Pauli zu gefährden. Auch bei Standardsituationen, haben wir keine Torgefahr ausgestrahlt.“
„In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht. St. Pauli hat das bestraft. Die haben einfach eine brutale Qualität.“
„Ich hatte eigentlich nach dem Ende der ersten Halbzeit noch ein gutes Gefühl. Aber St. Pauli hat das gut gemacht. Die waren hellwach.“
Tor
Glinker / 3
Abwehr
Menz / 4
Abwehr
Stuff / 2
Abwehr
Madouni / 4
Abwehr
Kohlmann / 3
Mittelfeld
Karl / 3
Mittelfeld
Quiring / 4
Mittelfeld
Mattuschka / 4
Mittelfeld
Parensen / 4
Sturm
Silvio / 5
Sturm
Mosquera
Tor
Tschauner / 3
Abwehr
Schachten / 3
Abwehr
Thorandt / 2
Abwehr
Gunesch / 4
Abwehr
Kalla / 3
Mittelfeld
Daube / 3
Mittelfeld
Funk / 3
Mittelfeld
Bruns / 2
Mittelfeld
Kruse / 2
Mittelfeld
Bartels / 3
Sturm
Naki / 3
Nach wie vor steht Union auf Rang sieben. Und damit voll im Plan. Doch die Kluft zur Spitze ist groß! „Wir haben nicht die Qualität, ganz oben mitzuspielen. Das haben uns die Spiele gegen Fürth, Frankfurt und St. Pauli gezeigt“, gibt denn Trainer Uwe Neuhaus auch zu. 0:4, 1:3 und jetzt 0:2 hießen da die Resultate.
An guten Tagen könne man sicherlich auch – und vor allem zu Hause – einen der Großen in Schach halten. „In einem Spiel ist alles möglich“, so Neuhaus. Am Freitag war gegen die Hamburger aber nichts drin. Da beißt die Maus keinen Faden ab!
„Wir müssen immer am Limit spielen. Und da kommen jetzt auch all die Erkältungen und Verletzungen zum Tragen. Wie bei Mattuschka, Madouni, Silvio und Menz. Das kann man mal kompensieren. Aber nicht so oft und bei so vielen Spielern“, sah Neuhaus darin einen Grund, dass es für Union eben auch punktuell nicht zu mehr langt.
Alles kein Grund zur Panik. „Im Rahmen unserer Mittel sind wir auf einem guten Weg“, urteilt der 51-Jährige. Mit der Spitze mithalten zu können, hätte man zwar gerne mitgenommen. „Aber das war nicht unser erklärtes Ziel“, so Neuhaus!
Nicht dieses Jahr! Aber was noch nicht ist, soll ja werden. MB

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||