Sie machen es schon wieder! Wie beim legendären Stadion-Aktien-Deal! Der 1. FC Union verkauft sich. Aber nicht an jeden. Denn die Eisernen schieben erstmals in ihrer Geschichte einen Deckel auf den Dauerkartenverkauf! Bei 8.000 Tickets ist Schluss.
Es wird eng. Durch den Tribünenneubau verringert sich das Fassungsvermögen an der Wuhle von 18.432 Plätzen auf nur noch 16.750. Das wiederum entspricht fast dem Zuschauerschnitt von 16.124 Fans aus der abgelaufenen Saison!
Die Stadion-AG will ihr Eigenkapital um bis zu fünf Millionen Euro erhöhen. Dazu werden Aktien verkauft – aber nur an Mitglieder und Sponsoren. Wird das gesamte Aktienpaket an den Mann gebracht, sind die Fans die Mehrheits-Eigentümer des Stadions an der Alten Försterei. So können sie unliebsame Entwicklungen (Verkauf des Stadionnamens etc.) blockieren.
Schon jetzt sind über 6000 Abos im Stadion an der Alten Försterei weg. Daher legten die Köpenicker jetzt eine Obergrenze fest. „Es soll weiterhin möglich sein, mit Freunden und Bekannten die Union-Spiele zu sehen. Das geht nur, wenn auch für einzelne Spiele noch Karten erhältlich sind“, so Unions Geschäftsführer Oskar Kosche über die Gründe zur Begrenzung.
Dennoch: Abzüglich des Gästekontingents und der VIP-Plätze gehen künftig nur noch 6300 Karten pro Spieltag im freien Verkauf über die Theke. Die Union-Tradition, sich erst unmittelbar vor dem Anpfiff am Spieltag eine Karte zu besorgen, wird langsam aber sicher aussterben.
Wenn das so weiter geht, dann werden die Stadion-Aktien zu echter Bückware. Die Fans von Union standen Schlange vor der Alten Försterei.
Foto: City-Press
Die Verlängerung seines auslaufenden Vertrages hängt ganz eng vom Erfolg der Eisernen ab. Mehr...
