Samstag, 4. Februar 2012
Fassungslos

Kalte Dusche für den tollen Tusche

Von S. FIEBRIG

Torsten Mattuschka fleht Schiri Kempter an, doch der zückt die Rote Karte.
Torsten Mattuschka fleht Schiri Kempter an, doch der zückt die Rote Karte.
Foto: dpa
Berlin –  

Nach der 2:3 Pleite von Zweitligist 1. FC Union beim SC Paderborn haderte Torsten Mattuschka vor allem mit dem Schiedsrichter, der ihn mit Gelb-Rot vom Platz stellte (78.). Von seiner tollen Leistung im ersten Ligaspiel des Jahres sprach danach niemand mehr. Eine ganz kalte Dusche für Tusche.

„Das ist richtig bitter für uns. Wenn wir zu elft weiterspielen, machen wir vielleicht noch das 3:3“, kämpfte der sichtlich fassungslose Kapitän nach dem Abpfiff, um die passenden Worte zu finden.

Chinedu Ede dankt Mattuschka für seine geniale Vorbereitung beim 2:3.
Chinedu Ede dankt Mattuschka für seine geniale Vorbereitung beim 2:3.
Foto: City-Press GbR

Dabei zeigte der Kapitän sein bestes Saisonspiel für die Eisernen. Kurz nach dem frühen Rückstand reißt er an der Mittellinie den Paderborner Brandy um. Nicht nur ein einfaches Foul. Tusche gibt damit das Signal an seine Kameraden: „Kämpfen, Jungs!“
Mit dem aggressiven Kapitän vorneweg beißt sich Union wieder in das Spiel.

Dann erfüllt sich der 31-Jährige seinen Wunsch für die restliche Saison gleich im ersten Spiel 2012. „Ich will endlich wieder einen Freistoß direkt verwandeln“, hatte sich Mattuschka noch Freitag im KURIER vorgenommen. Aus 30 Metern zirkelte er die Kugel zum umjubelten Ausgleich ins Netz.

Union verliert gegen Paderborn

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Wenn es darum ging, den Ball zu halten, war Tusche zur Stelle. Seine super Leistung gab dem Team Sicherheit. Und mit nur einem Geistesblitz machte er das Spiel so blitzschnell, dass Paderborn nicht mehr folgen konnte. Wie beim genial mit dem Außenrist getretenen Ball auf Ede, der dann Silvios 2:3 vorbereitet.

Von wegen Tusche-Dämmerung nach der Verpflichtung des Tunesiers Tijani Belaid. Ganz im Gegenteil: Alles spitze! Wäre da nicht der blöde Platzverweis. „Die Sperre tut weh“, ärgert sich der Kapitän selbst am meisten. „Ausgerechnet gegen Dresden, wo wir im Hinspiel auf die Fresse bekommen haben. Ich wollte da was gutmachen.“

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