Nein, nein und nochmals nein! Der 1. FC Union will keinen Gedanken an ein erneutes Scheitern in der 1. Runde des DFB-Pokals verschwenden. „Es ist eine Frage der Einstellung, nicht der Aufstellung“, forderte Trainer Uwe Neuhaus von seiner Truppe höchste Konzentration bei Rot-Weiß Essen. Weil es um das Thema Motivation und Kampfeswillen geht, kann es kaum Zweifel daran geben, dass Kapitän Torsten Mattuschka Montag um 18.30 Uhr sein Startelf-Debüt in dieser Saison geben wird.
Tusche ist heiß wie Frittenfett. Zwei Spiele lang musste der Spielführer der Eisernen seinen Kollegen beim Anpfiff von der Bank aus zusehen, weil er laut Neuhaus zuletzt nicht so „aus dem Quark“ kam. „Es kotzt mich an, wenn ich auf der Bank sitze, auch wenn ich die Maßgabe des Trainers akzeptiert habe. Ich will spielen, ist doch klar.“
Dafür gab es aber zunächst keinen Anlass. Denn Tijani Belaid glänzte gegen Kaiserslautern. Aber gegen Braunschweig bekam der Tunesier den Fuß nicht richtig ins Spiel, konnte die Partie nicht an sich reißen. Also kam Tusche nach knapp einer Stunde. Und ließ prompt mit einem Lattenknaller aufhorchen, auch wenn er die Partie nicht mehr drehen konnte.
Jetzt brennt er auf Wiedergutmachung. „Wir hatten keinen guten Start. Wie seit Jahren schon. Da müssen wir uns jetzt rausboxen. Wir müssen kämpfen und beißen“, will Tusche den Pokal nutzen, um Schwung für die Liga zu holen.
Diese Tugenden werden in Essen zweifellos gefragt sein. Denn in dem Hexenkessel an der Hafenstraße kann man nicht „Hacke, Spitze, eins, zwei, drei spielen“. Sondern muss den Kampf annehmen. Gegenhalten. Und selber austeilen. Alles Eigenschaften, für die Mattuschka steht.
