Der Zauber im Spiel wurde vermisst. Aber dennoch bescherte der 1. FC Union seinen Anhängern ein zauberhaftes Ergebnis, schickte Alemannia Aachen verdient mit 2:0 (1:0) nach Hause.
„Man kann als Trainer halt nicht zaubern. Man hat der Mannschaft die Verunsicherung angesehen“, meinte Aachens neuer Coach Friedhelm Funkel nach seiner zweiten Pleite an der Alten Försterei. Nr. 1 ging mit Bochum in die Hose. Und auch das zweite Gastspiel, bei dem allein die Stadionheftmacher ihn nicht kannten und als Friedrich Funkel ankündigten, war nur auf Teilerfolg ausgelegt gewesen. „Wir wollten hier das 0:0 halten“, verriet Kevin Kratz die Funkel’sche Marschroute.
Das gelang vorübergehend nur, weil Union zu unpräzise im Vorwärtsgang agierte. Das Tor, das den Bann brach, entsprang einer Standardsituation, Im Anschluss an eine abgewehrte Ecke fand der Nachschuss von Patrick Kohlmann irgendwie Markus Karl im Strafraum. Der stellte den Schlappen raus und die Kugel war drin (39.). Sein erstes Pflichtspieltor für Union.
Durchgang zwei war schwungvoller, aber auch nicht glanzvoll. Parensen (48./57.), Mattuschka (57.) und Karl (73.) verfehlten das Ziel knapp. So musste am Ende ein Elfmeter her, um das Ergebnis standesgemäß zu machen. Der für den Rot gefährdeten Patrick Zoundi eingewechselte Christopher Quiring wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Torsten Mattuschka schnappte sich das Objekt der Begierde und versenkte es trocken links halb oben im Netz (88.). Ein Arbeitssieg, sicherlich. Aber so konnten die 14 889 Besucher im Stadion an der Alten Försterei wenigstens einen zauberhaften Abschluss des Tages mit nach Hause nehmen.
„Ich hatte in der Woche schon irgendwie das Gefühl, dass ich treffen würde. Um so mehr freut es mich, dass es auch geklappt hat. Der Sieg war verdient. Wir sind zwar nicht so gut aus den Startlöchern gekommen, aber nach der Halbzeit wurde es besser. Etwas leichter hätten wir es haben können, wenn wir eher das 2:0machen.“
Tore: 1:0 Karl (39.), 2:0 Mattuschka (88., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Gelb: Madouni, Zoundi, Pfertzel - Olajengbesi
Zuschauer: 14.889

Natürlich ist ihm Berlin nicht fremd. Selbst im Exil in Frankfurt hatte er die Heimat immer dabei. Benny Köhlers rechten Unterarm ziert die Skyline der Hauptstadt als Tattoo. Auch über Union war der Neuzugang immer im Bilde. Mehr...
