Samstag, 4. Februar 2012
Abwehr-Riese

Warum saß Stuffi draußen?


Verteidiger Christian Stuff findet sich nicht zu leise auf dem Platz.
Verteidiger Christian Stuff findet sich nicht zu leise auf dem Platz.
Foto: City-Press GbR
Berlin –  

19 Spiele von Beginn an lieferte Christian Stuff Topleistung auf Topleistung in der eisernen Innenverteidigung ab. Doch gegen Paderborn hatte Coach Uwe Neuhaus nur die eiskalte Bank für Unions „Mister zuverlässig“ übrig. Stattdessen durfte Konkurrent Ahmed Madouni von Beginn an verteidigen.

Ein Schachzug, der nicht aufging. Madouni kam oft zu spät, war an den Gegentoren zwei und drei maßgeblich beteiligt. „Nach dem Ausfall von Michael Parensen brauchten wir Wortführer in der Mannschaft, die ein bisschen Leben in das Team bringen“, begründete Neuhaus nach dem Spiel den ungewöhnlichen Schritt. „Und Stuffi ist nicht gerade der Typ, der einen Emotionsausbruch nach dem anderen bekommt“, findet der Trainer.

Angefressen musste Stuff sich das Spiel bis zur späten Einwechslung (67.) von draußen ansehen. „Es geht eben nur über die aktuelle Leistung. Einen Verdienstbonus wegen vorheriger Leistung gibt es nicht“, so der 29-Jährige professionell. Doch er lässt sich nicht hängen, schaut nicht im Groll auf die Trainer-Entscheidung. „Jetzt zählt Dresden und nicht, was gewesen ist“, so Stuff kämpferisch.

Nur: Dass er zu leise ist, will der Abwehr-Riese nicht geltenlassen. „Ich denke schon, dass ich den Mund in diversen Situationen aufmache.“

Union verliert gegen Paderborn

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Den besten Beweis lieferte er dafür gleich in Paderborn. Der angeblich zu stille Stuff war es, der nach Abpfiff wutentbrannt auf den schwachen Schiri Kempter losging, von Co-Trainer André Hofschneider nur mit Mühe gebremst werden konnte. SF

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