„Stadtmeister 2011“! „Gallisches Dorf in Köpenick“. 15,3-Millionen-Rekord-Etat! Über 10 000 Mitglieder. Die Erfolgsparameter wurden auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Union umjubelt. Doch in der Stunde der Euphorie präsentierte sich Präsident Dirk Zingler als nüchterner Geselle.
„Wir müssen jetzt in 2012 die Dinge auf den Weg bringen“, so Zingler. Das Nachwuchsleistungszentrum soll endlich eine neue Heimat im Bezirk – und nicht mehr auf dem alten KWO-Gelände – finden. Der Tribünenneubau wird Opfer fordern. „Wir werden Kompromisse eingehen und uns einschränken müssen“, weiß er, dass 2012/13 durch die Bautätigkeit keine Rekordergebnisse zulassen wird. Die Stadionkapazität verringert sich um rund 2000 Plätze. Auch der lukrative VIP-Bereich wird umziehen und schrumpfen müssen. Weitere Wege hat auch das Team zu absolvieren. Künftig muss hinter dem Stadion auf den Rasenplätzen trainiert werden.
„Wir müssen uns weiterentwickeln. Wenn wir stehen blieben, entwickeln wir uns zurück“, verwies Zingler darauf, dass andere Klubs mit potenten Investoren derzeit versuchen, im Profizirkus Fuß zu fassen (wie RB Leipzig), oder wie 1860, Boden unter die Füße zu bekommen. MB
Die harte Vorbereitung zeigt ihre Spuren. Christoph Menz strampelte nur auf dem Fahrradergometer (Achillessehnenbeschwerden), Christopher Quiring absolvierte nur einen Waldlauf (muskuläre Probleme).
Die nächsten Ansetzungen sind da. Los geht’s in Bochum (Sa., 18. Februar). Und dann immer freitags gegen 1860 (24. Februar) und Duisburg (9.März) zu Hause und auswärts in Ingolstadt (2. März) und Aachen (16.März). Frankfurt wird ein Montagsspiel (26.März).
Die Stadion-AG will ihr Eigenkapital um bis zu fünf Millionen Euro erhöhen. Dazu werden Aktien verkauft – aber nur an Mitglieder und Sponsoren. Wird das gesamte Aktienpaket an den Mann gebracht, sind die Fans die Mehrheits-Eigentümer des Stadions an der Alten Försterei. So können sie unliebsame Entwicklungen (Verkauf des Stadionnamens etc.) blockieren.
Die vinkulierten Namens-Aktien (Weitergabe nur mit Zustimmung der AG-Hauptversammlung möglich) kosten 500 Euro pro Stück. Die Zeichnungsfrist für die 10 000 Aktien läuft vom 1. bis 31. Dezember.
Billiger nicht, aber auf Raten. Teilzahlung zu fünf Mal 100 Euro ist beim Klub möglich. Patenschaften von betuchten Unionern soll „ärmeren“ Fans bei der Finanzierung helfen.
Theoretisch ja, praktisch eher nicht. Das Handelsvolumen wird sehr eingeschränkt bleiben, da nur Mitglieder kaufen dürfen. Eine Gewinnausschüttung ist nicht ausgeschlossen, aber auch eher unrealistisch.
Die Tribüne wird ab Sommer 2012 auch gebaut, falls der Aktien-Deal scheitert. Aber sie wird billiger, wenn der Plan klappt. Denn das eingenommene Geld verringert Kreditaufnahme und Zinskosten.
16 Logen, 3520 Sitzplätze, 66 Plätze für gehandicapte Personen plus Begleitung, 412 Parkplätze. Gesamtkapazität des Stadion nach Fertigstellung: 21 136 Fans.
Im AG-Vorstand sitzen: Oskar Kosche und Union-Vize Dirk Thieme. Der Aufsichtsrat wird gebildet von Thomas Koch, Rechtsanwalt Dirk Graening, Union-Präsident DirkZingler, Michael Kölmel, Dagmar „Olle Oma“ Hildebrandt und Wuhlesyndikat-Mitbegründer Holger „Tinko“ Keye.

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||