Union ist anders. Das war schon immer so und das wird hoffentlich auch immer so bleiben. Präsident Dirk Zingler jedenfalls hat bei der Grundsteinlegung für die neue Haupttribüne alles dafür getan. Voller Stolz packte er ein Plakat mit der Aufschrift: „Wir stehen!“ in die Zeitkapsel, die hoffentlich irgendwann einmal die Union-Nachfahren unter der Tribüne finden werden.
Es ist seit Tagen das bestimmende Thema bei den Eisernen. Die Fankultur an der Alten Försterei darf nicht zerstört werden. Die Bosse waren sogar dem DFB-Sicherheitsgipfel fern geblieben. Das Zeichen: Der gläserne Fan – nicht mit uns.
„Unser Stadion lebt von 18.000 Stehplätzen. Und das wird so bleiben“, betonte Zingler auf dem Festakt der Grundsteinlegung unter tosendem Applaus. Und das, obwohl das, was hier feierlich begossen wurde, die neue Sitzplatztribüne ist. „Wir werden ja auch älter“, sagte der Präsident lachend und erntet auch dafür Beifall.
Union-Präsidiumsmitglied Dirk Thieme, Innensenator Frank Henkel und Präsident Dirk Zingler versenken die eiserne Schatzkiste im neuen Tribünen-Fundament.
Foto: City-PressWas aber das angeht, was Union ausmacht, bleibt er eisern. „Stehen ist Teil unserer Kultur“, sagt der Präsident, der bei jedem Heimspiel steht, kein Anspruch auf den „Chefsessel“ auf der Tribüne erhebt. „Wir haben damit verbunden aber auch eine hohe Verantwortung. Wir müssen Fußball-Deutschland zeigen, dass Stehplätze nicht automatisch zu Ausschreitungen führen – dafür war Union bisher der beste Beweis und das soll so bleiben“, lautete sein flammender Appell an die Anhänger. „Unioner, wir müssen uns benehmen!“
Damit das Stadion und die Fankultur so einzigartig bleiben, wie sie sind. DR

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